26
Nov

Das akute Koronarsyndrom Teil 3

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Möglichkeiten der Therapie
(Die beste Therapie ist immer die Vorsorge, das gilt auch und besonders für die Koronarstenose (Verengung der Herzkranz-Gefäße). Hierzu verweise ich auf meine Artikelreihe Heilkraft der Bewegung, insbesondere Teil 7 - 9.)
Im Falle des akuten Koronarsyndroms gibt es mehrere Therapiemöglichkeiten, die hier nicht vollständig aufgeführt werden sollen. Erklärt werden die wichtigsten Begriffe, mit denen häufig auch der Laie zu tun hat, vor allem der betroffene Laie. Auch in der einzelnen Erklärung besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit, wichtiger ist die Verständlichkeit. Ärzte verlieren sich gern im fachchinesischen Detail, was beim Patienten zur Verwirrung führt. Zur Erklärung dient der folgende Überblick: weiterlesen

13
Nov

Das akute Koronarsyndrom Teil 2

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Durchblutungsstörung am Herzen
Um zu verstehen, was ein akutes Koronarsyndrom genau ist, muss man wissen, wie eine Durchblutungsstörung an den Herzkranzgefäßen entsteht und wirksam wird. Die Vorstellung, eine Engstelle in den Herzkranzgefäßen wird immer enger bis schließlich ein Verschluss entsteht, ist veraltet und nicht zutreffend.
Atherosklerose (auch Arteriosklerose oder “Gefäßverkalkung”)
Die Atherosklerose ist die Grundlage jeden Schadens an den Herzkranzgefäßen. Hierbei kommt es vor allem an Stellen, die hohen Drücken ausgesetzt sind (Gefäßabgänge, Gefäßverzweigungen) zu entzündlichen Veränderungen im Bereich der Intima (Innenauskleidung der Schlagader). Im Zuge der fortschreitenden Entzündung folgt der fortschreitende Schaden, schließlich die Plaquebildung (Entzündung, inklusive Ablagerung und beginnender Verengung=Atherosklerose). weiterlesen

28
Okt

Das akute Koronarsyndrom Teil 1

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Was sind die Herzkranzgefäße?
Bevor an dieser Stelle geklärt wird, was ein akutes Koronarsyndrom ist, sollen ein paar Grundlagen der Anatomie und der Funkton von Herzkranzgefäßen beschrieben werden. Die Herzkranzgefäße (Coronarien) heißen so, weil sie sich kranzförmig um das Herz winden. Wie immer im Gefäßsystem des Körpers gibt es  Arterien (Schlagadern) und Venen. Und wie immer finden Probleme der Durchblutung in den Schlagadern statt. Die Venen sind hier wie anderswo für den Blutrückfluss zuständig und nicht für die Blutversorgung.
Kurze Info zur Anatomie
Es gibt eine rechte und eine linke Koronararterie, die eine windet sich rechts ums Herz herum, die andere links. Beide entspringen aus der Hauptschlagader (Aorta) kurz nach deren Abgang aus der linken Herzkammer. Das Besondere an den Herzkranzgefäßen ist, dass sie so genannte Vasa privata sind, auf Deutsch: Privatgefäße. Diese Bezeichnung bedeutet, dass derlei Adern nicht eingebunden sind in die Aufgabe des Organs, sondern zuständig sind für dessen Blutgefäßversorgung, also dafür, dass das entsprechende Organ seine Arbeit verrichten kann. Dieses gilt generell für Privatgefäße, ob die der Nieren, der Leber, oder eben für die des Herzens. weiterlesen

15
Mrz

Die Blutuntersuchung Teil 8

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Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Tumormarker
Neben den in den vorangegangenen Teilen beschriebenen wichtigsten Blutwerten gibt es eine Menge weiterer Bestandteile, die im Blut untersucht werden können. Dabei stellt sich die Frage nach dem Sinn.
Vitamine, Mineralien und Spurenelemente
In dieser Gruppe gibt es eine unübersehbare Zahl von Elementen, Salzen und Molekülen, die untersucht werden könnten und können. Eine pauschale Suche nach einem Mangel dieser oder jener Art ist dabei wenig sinnvoll. Im Gegenteil sie ist verunsichernd. Grenzbereiche werden in dieser Gruppe über- oder unterschritten, ohne dass es eine Bedeutung hätte. Außerdem sind die Ergebnisse tageszeitlichen Schwankungen unterlegen, die kaum Rückschlüsse auf die wirkliche Bedeutung des Resultats zulassen. Einzig das gezielte Forschen nach einem Mangel oder einem Überschuss bei Verdacht auf eine bestimmte Krankheit erscheint mir als Hausarzt sinnvoll. Alles andere gliche der sogenannten Schrotschuss-Technik, die allein deswegen auf einen Treffer hoffen lässt, weil die Kugeln weit genug streuen. Solche Schüsse bringen in der Medizin meist nichts als Verunsicherung. weiterlesen

6
Mrz

Die Blutuntersuchung Teil 7

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Der Blutzucker
Der Gehalt an Zucker im Blut wird in mg/dl (Milligramm pro Deziliter) gemessen. Der Normalwert liegt zwischen 80 – 110 mg/dl, wobei diese Werte durchaus auch beim Gesunden höher oder niedriger sein können. Der Blutzuckerwert ist abhängig vom Zeitpunkt und vom Gehalt einer Mahlzeit.
Das normale oder krankhafte Verhalten des Blutzuckerspiegels nach Nahrungsaufnahme wird mittels eines Zuckerbelastungstests überprüft. Bei dieser Untersuchung wird der Nüchternwert gemessen, danach trinkt der Patient eine Zuckerlösung, deren Qualität und Quantität genormt ist. Eine Stunde und zwei Stunden später werden die Blutzuckerwerte kontrolliert. In der ersten Stunde nach Nahrungsaufnahme darf der Wert auf bis zu 150 mg/dl steigen, sollte aber nach zwei Stunden wieder im hochnormalen Bereich abgesunken sein.
Für Einzelheiten zur Erkrankung des Zuckerstoffwechsels (Diabetes mellitus) verweise ich auf meinen Artikel Heilkraft der Bewegung 10 vom 23. Juli 2008. Im Folgeartikel der Serie Heilkraft der Bewegung 11 gehe ich auf die Entstehung des Alterzuckers näher ein und erkläre den Stoffwechsel der sogenannten Kohlenhydrate (Zucker + Stärke).

15
Feb

Die Blutuntersuchung Teil 6

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Die Nierenwerte
Die Blutuntersuchung beim Hausarzt umfasst in der Regel drei Nierenwerte:
Kreatinin, Harnstoff und Harnsäure.
Kreatinin
Kreatinin ist das Abbauprodukt des Kreatins. Kreatin wiederum ist eine Säure, die der Muskelzelle als Energiereserve dient. Da das Abbauprodukt dieser Säure, also Kreatinin, nahezu vollständig über die Niere aus dem Blutkreislauf gefiltert wird, gilt der Kreatininspiegel im Blut als Maß für eine einwandfreie Nierenfunktion. Es handelt sich hierbei also um eine indirekte Messung der Nierenleistung. Normalwerte sind für den Laien uninteressant, nur soviel sei erwähnt: Ist der Kreatininwert im Blut zu hoch gilt es, die Nieren und deren Funktion genauer zu untersuchen (Urinprobe, Ultraschall, Röntgen u.a.m.). Oft reicht es, die Tages-Trinkmenge zu erhöhen, um eine besser Spülleistung der Niere zu erreichen. weiterlesen

6
Feb

Die Blutuntersuchung Teil 5

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Die Leberwerte
Die Leberwerte im Rahmen einer Blutuntersuchung setzen sich im Wesentlichen aus drei Enzymwerten zusammen:
GOT (neu: AST), GPT (neu: ALT) und γ-GT (sprich: Gamma-GT), dazu kommen der Gallenfarbstoff Bilirubin, Gerinnungswerte und weniger häufig untersuchte Werte.
Die alltägliche Bedeutung liegt bei den drei Enzymen GOT, GPT und γ-GT, wobei es eher verwirrend wäre, wenn ich hier die Abkürzungen erklärte. Ich behaupte, nicht einmal jeder Arzt würde die Buchstaben aus dem Stehgreif ersetzen können, solange er nicht im Alltag damit zu tun hat. weiterlesen

15
Jan

Die Blutuntersuchung Teil 4

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Cholesterinwerte Teil B
In der Diskussion um den „richtigen“ Cholesterinwert wird niemand die absolute Wahrheit für sich beanspruchen können. Als Hausarzt mit langjähriger Erfahrung erscheint mir aber eine Taktik praktikabel, die nicht von pauschalen Grenzwerten ausgeht, sondern für unterschiedliche Patientengruppen angepasste Richtwerte ansetzt. In allererster Linie geht es mir als Hausarzt dabei um einen vernünftigen Umgang mit den entsprechenden Medikamenten. weiterlesen

10
Jan

Die Blutuntersuchung Teil 3

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Cholesterinwerte Teil A
Die Cholesterinwerte im Blut haben inzwischen einen Stellenwert erreicht, der jeder Vernunft widerspricht. Glaubt man den Medien, den Pharmakonzernen, bestimmten Lebensmittelherstellern und sogar einem Teil der Ärzte, verspricht ein niedriger Cholesteringehalt ein langes Leben, ein hoher dementsprechend ein kurzes. Dem muss ich als Hausarzt aus mehreren Gründen widersprechen. Warum? Als Hausarzt sehe ich auch eine Aufgabe darin, für Vernunft in der Medizin zu sorgen. Das heißt, meines Erachtens wird die Rolle des Cholesterins von Patienten und Ärzten überbewertet. Andererseits glaube ich nicht an Schlagworte wie die „Cholesterinlüge“, die dem Cholesterin jede Bedeutung als Risikofaktor absprechen. Die Wahrheit liegt meiner Meinung nach wie so oft in der Mitte.
Zur Klärung: weiterlesen

1
Jan

Die Blutuntersuchung Teil 2

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[Unter dem Thema "medizinisches Wissen für Jedermann" veröffentlicht Der andere Hausarzt leicht verständliche Texte in denen medizinische Sachverhalte erklärt werden. Hierbei geht es vor allem um Dinge, die einem täglich beim Hausarzt begegnen. Den Anfang macht eine Artikelreihe zum Thema Blutuntersuchung.]
Teil 2: Das Blutbild
Das sogenannte Blutbild ist eine Messung der Anzahl an Zellen im Blut. Normalerweise besteht das Blut zu 38-50 Prozent aus Zellen, der Rest ist Flüssigkeit (Plasma) und in der Flüssigkeit schwimmende Stoffe, wie Eiweiße, Mineralien und Gerinnungsstoffe. Die Gesamtzahl der Zellbestandteile wird Hämatokrit genannt. Bei Frauen liegt der Normalwert für das Hämatokrit bei 38-45%, bei Männern 40-50%.
Der Zellbestand setzt sich zusammen aus roten Blutkörperchen (Erythrozyten), weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und Gerinnungskörperchen (Thrombozyten). weiterlesen

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