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6 Nov |
Patientenverfügung IV Patientenverfügung
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Das Formular ist Nebensache
Im letzten Artikel wurde darauf eingegangen, welche Probleme im Zusammenhang mit einer Patientenverfügung zu bedenken sind, bevor wir uns Gedanken über das Formular machen. Hierbei geht es längst nicht nur um Fragen der Vernunft, sondern ebenso um Fragen des Gefühls. Das Fazit: Der Vordruck ist Nebensache! Die Hauptsache ist, zu wissen, was es für uns und andere bedeutet, die medizinische Hilfe für sich persönlich in einer bestimmten Lebensphase einzuschränken. Nur im Wissen darum wird eine Patientenverfügung sinnvoll und moralisch bindend. Gesetzlich ist sie es bisher nicht, das sollte auch so bleiben. weiterlesen
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17 Okt |
Patientenverfügung III Patientenverfügung
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Was ist eine Patientenverfügung?
Beginnen wir damit, was eine Patientenverfügung nicht ist: Sie ist kein Patiententestament. Ein Testament klärt die Verhältnisse nach unserem Tod, eine Patientenverfügung soll aber unser Sterben klären. Sterben ist die Phase vor unserem Tod, gleichsam eine Übergangsphase, eine Phase in der wir definitiv noch leben.
Für den Fall, dass wir uns in dieser Übergangsphase nicht mehr äußern können, ist die Patientenverfügung da. Sie ist eine Vorausverfügung unseres Willens für die Zeit, in der wir nicht mehr in der Lage sind, unseren Willen zu bekunden, was das eigene Leben und Sterben betrifft. Und nichts anderes! Es geht nicht um unser Haus, um unsere Juwelen und unser Auto, es geht ausschließlich um die Art und Weise unseres Lebens und Sterbens in der Phase vor unserem Tod. Für den Fall, dass wir uns noch äußern können, ist eine Patientenverfügung überflüssig. Wir können dann sagen, was wir denken und wollen. weiterlesen
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14 Okt |
Patientenverfügung II Patientenverfügung
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Heute nun zu den angekündigten Fallbeispielen aus der Praxis:
Fall 1: Ein 80-jähriger Patient erleidet seinen dritten Schlaganfall und fällt ins Koma. Nach seinem zweiten Schlaganfall hatte er sich soweit erholt, dass er eine Patientenverfügung ausstellen konnte. Im Kreise der Familie hat er besprochen, dass er die Tortur eines Schlaganfalls und der anschließenden Krankenhausbehandlung nicht nochmal überleben möchte. Seine Einstellung hat er im Feld Bemerkungen auf dem Verfügungsformular schriftlich zusammengefasst. Seinen Hausarzt hat er ebenfalls informiert, der überdies die geistige Klarheit seinen Patienten auf dem Formular bestätigt hat. Der Vorgang lag vier Monate zurück als den Patienten der dritte Schlaganfall ereilte. Der Hausarzt kam und verzichtete auf eine Einweisung ins Krankenhaus. Mit einfachen pflegerischen Maßnahmen überlebte der Patient noch fünf Tage, bevor er friedlich im Kreise seiner Lieben entschlief. weiterlesen
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12 Okt |
Patientenverfügung I Patientenverfügung
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Auftakt zu einer Artikelserie zum Thema Vorausverfügungen.
Allgemeines
Als Hausarzt stelle ich immer wieder fest, wieviel Verwirrung, Unsicherheit und Unwissenheit zum Thema Patientenverfügung und verwandte Erklärungen unter allen Beteiligten bestehen. Dazu kommt häufig eine gehörige Portion Oberflächlichkeit, ebenso auf allen Seiten. Genau daraus resultiert meines Erachtens, der unstete und unsichere Umgang mit derlei Verfügungen auf Seiten von Verwandten, Bekannten und vor allem auf Seiten der behandelnden Ärzte. Â
Die Ängste der Ausstellenden einer Patientenverfügung bieten dann auch ein weites Spektrum. Sie reichen von: Die Ärzte tun sowieso nicht das, was ich will! Bis hin zur Sorge, frühzeitig als Organersatzlager zu enden, obwohl das eigene Leben ohne große Mühe noch rettbar gewesen wäre.
Die Reaktionen der Ärzte auf Patientenverfügungen sind nicht weniger vielfältig. Sie reichen von: Der Tod ist mein Feind. Ich tue alles, was in meiner Macht steht, ihn zu verhindern. Was interessiert mich der Wisch. Bis hin zum ausführlichem Studium der Verfügung mit Rückversicherung bei Verwandtschaft und Hausarzt. weiterlesen




