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14 Aug |
“aut idem” und kein Ende Heute in der Sprechstunde
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Es gibt Themen, die sind zwar aus der täglichen Diskussion verschwunden, in der Praxis eines Hausarztes aber noch immer vorhanden. Deswegen an dieser Stelle noch einmal ein Artikel zur aut-idem-Regelung.
Eine Krankheitsgeschichte
In den letzten Wochen habe ich mir mein hausärztliches Hirn zermartert um herauszubekommen, warum es einer meiner PatientÃnnen so schlecht geht. Sie leidet unter anderem unter Bluthochdruck, leichter Herzschwäche und zu hohem Cholesterin (wenn das tatsächlich ein Leiden ist). Sie hat eine Krebserkrankung überstanden und steckt mitten in der Behandlung der zweiten. Aber ihre Lage war stabil.
Die unterschiedlichen Erkrankungen der Patientin bringen es mit sich, dass sie von verschiedenen Ärzten behandelt wird. Sie selbst war in der Vergangenheit häufig überfordert von ihren Krankheiten, von reichlich Diagnostik und noch mehr Therapie. Alles war nötig und hat, wie gesagt, auch geholfen. Ihr Zustand war stabil bis zufriedenstellend.
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16 Apr |
aut idem - Verunsicherung der Patienten bleibt Heute in der Sprechstunde
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Die unglückselige aut-idem-Regelung ist seit über einem Jahr in Kraft und die Verunsicherung der Patienten nimmt kein Ende.
Als Hausarzt erlebe ich in der Sprechstunde immer wieder erschreckende Folgen der aut-idem-Regelung.
Heute musste ich feststellen, dass eine meiner Patienten seit Wochen überhaupt keine Medikamente mehr eingenommen hat. Nicht ohne Grund war sie der Meinung, dass ihre Apotheke jedes Mal andere Pillen auf ihr Rezept hin ausgeben würde. Bevor sie etwas Falsches schluckte, wollte sie lieber gar nichts einnehmen, offenbarte sie ihrem Hausarzt heute. Die Beteuerungen der Apothekerin nützten da wenig, schließlich gilt für sie das, was der Hausarzt verordnet. Die Folgen waren unübersehbar: Der Blutdruck der Patientin war katastrophal hoch, die Beine geschwollen und die Atmung eingeschränkt. weiterlesen
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12 Feb |
aut idem - Das Kreuz mit dem Kreuz (Fortsetzung) Heute in der Sprechstunde
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Dieser Artikel bezieht sich auf den gleichnamigen Artikel erschienen am 12. Juli 2008 auf diesem Hausarzt-Blog. Zu diesem Artikel gab es heute einen Kommentar, zu dem ich Stellung nehmen möchte, weil er ein paar Missverständnisse birgt, die weit verbreitet sind:
1. Korruption durch aut idem?
Das aut-idem-Kreuz verstärkt nicht den Wettbewerb, sondern legt den Apotheker auf die Herausgabe eines bestimmten Medikaments fest.
Ein “Nicht-Kreuz” verstärkt den Wettbewerb ebenfalls nicht, sondern allenfalls die Korruption. Denn inzwischen geht es auch hier nicht mehr um den besten Preis, sondern um die Frage welcher Pharmahersteller hat die besten Rabattverträge mit welcher Krankenkasse. Und meines Erachtens riechen solche Verträge geradezu nach Geldwanderungen unter dem Tisch. weiterlesen
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12 Jul |
aut idem–Das Kreuz mit dem Kreuz auf Deutschlands Rezepten. Heute in der Sprechstunde
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Als Hausarzt bin ich immer wieder mit folgendem Problem konfrontiert:
Einer meiner Patienten hat bislang immer Delix plus von der Firma Sanofi-Aventis gegen seinen Bluthochdruck eingenommen. Heute bekommt er von seiner Apotheke überraschend Ramipril plus von der Firma Hexal ausgehändigt. Sein Problem ist das vieler deutscher Patienten: Sein Hausarzt, also ich, hat das Medikament auf dem Rezept nicht mit einem Kreuz gekennzeichnet.
Nur mit Kreuz im „aut idem“- Kästchen (aut idem = oder das Gleiche) links neben dem Medikament ist der Apotheker verpflichtet genau das Präparat ausgeben, das auf dem Rezept steht. Ist kein Kreuz im „aut idem“ – Kästchen vorhanden, muss zwar die identische Wirkstoffzusammensetzung gewährleistet sein, der Apotheker ist aber verpflichtet, dem Patienten eine der drei preisgünstigsten Varianten des Medikamentes auszuhändigen, die auf dem Markt verfügbar sind. Falls vorhanden, muss er neuerdings ein Präparat der Firma ausgeben, mit dem die Krankenkasse, die den Kopf des Rezeptes ziert, einen Rabattvertrag ausgehandelt hat. weiterlesen




