20
Aug

Hausarzt Dr. Kunze in Buchform erschienen

categories Aktuelles    

Vorerst als E-Book
Mitte August sind die Geschichten um Hausarzt Dr. med. Anselm Kunze in Buchform erschienen. Zunächst stehen die Kolumnen von www.der-andere-Hausarzt.de als E-Book zum Download zur Verfügung.
Wenn Sie hier klicken, landen Sie auf DocCheck Load und können Hausarzt Dr. Kunze hört (nicht) auf anklicken. Sie erhalten dann eine Kapitelübersicht. Der Klappentext und die Inhaltsangabe stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung. Das erworbene Buch (oder einzelne Kapitel) kann man dann entweder auf dem Computer lesen oder sich auf Papier ausdrucken.
DocCheck.de ist eine seriöse, europaweite Website, die eine große Auswahl an medizinischen Themen bietet, sowohl für Fachleute als auch für Laien. Die Rubriken reichen von Diskussionsforen, über ein umfangreiches Medizinlexikon, bis zu digitalen Zeitschriften. Darüber hinaus existiert eine eigene DocCheck-Blogosphäre.
Die Unterabteilung Load bietet eine umfangreiche elektronische Literaturauswahl zum Herunterladen, neuerdings mit den gesammelten Kolumnen um Hausarzt Dr. Kunze.
Erfolgreiche Zusammenarbeit
Seit Anfang des Jahres betreibt www.der-andere-Hausarzt.de eine Art „Blogfiliale“ auf der DocCheck-Website. Diese Zusammenarbeit hat sich sehr erfolgreich entwickelt. Gleich zu Beginn konnte www.der-andere-Hausarzt.de den 3. Platz bei den DocCheck Blog-Awards belegen. Seitdem führt der Hausarzt-Blog dauerhaft die Rangliste der beliebtesten Blogs an, mit bis zu über tausend Lesern pro Artikel.
Durch diese Zusammenarbeit kam es, dass der Verlag Leben&Schreiben erstmals ein E-Book veröffentlicht. Elektronisch geht alles ein bisschen schneller, deswegen gibt es Hausarzt Dr. Kunze hört (nicht) auf in digitaler Form bereits drei Monate vor dem Erscheinen des Taschenbuches am 12. November 2010.
Beide Versionen kosten 12,- Euro, wobei in digitaler Fassung die Möglichkeit besteht, einzelne Geschichten zu erwerben. Jede Kolumne, die man sich mit persönlichem Eigentumsvermerk downloadet, kostet 99 Cents.

Sonderaktion: Wer bis zum 11. November 2010 einen 10-Euroschein an den Verlag Leben&Schreiben, Am Rießel 12, 29549 Bad Bevensen schickt (Absender nicht vergessen), bekommt das Buch Hausarzt Dr. Kunze hört (nicht) auf sofort nach Erscheinen versandkostenfrei zugesendet und spart dabei. 

Zum Download

26
Jul

Hausarzt Dr. Kunze arbeitet mit Assistenzarzt

categories Aktuelles    

Ausgabe 24 der Kolumne erscheint am 31. Juli 2010.
Ausgabe 24! Seit 2 Jahren also begleitet Hausarzt Dr. med. Anselm Kunze die Leser. Mich selbstverständlich schon länger. Bevor ich mit den Geschichten an die Öffentlichkeit gegangen bin, hatte ich vierzehn bereits fertig geschrieben und Ideen für weitere sechs formuliert. So war ich sicher, dass ich nicht unter Druck kommen würde, wenn ich meine Vorgabe einer monatlichen Kolumne erfüllen wollte. Während die Veröffentlichungen auf meinem Blog liefen, konnte ich in aller Ruhe neue Kolumnen schreiben, bzw. bereits fertige Geschichten aktualisieren.
Für Hausarzt Dr. med. Anselm Kunze sind inzwischen neue Zeiten angebrochen. In seiner Praxis arbeitet jetzt ein Assistenzarzt mit. Was bedeutet das für den “alten Platzhirschen”? Wie denkt er darüber? Wie läuft der neue Praxisalltag?
Lesen Sie dazu die Kolumne Neue Zeiten ab dem 31.7.2010 hier auf
www.der-andere-Hausarzt.de

15
Jul

Der Weg zum Bäcker II

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Eigentlich sollte Der Weg zum Bäcker ein eher nüchterner Artikel über erstaunliche statistische Aussagen werden. Damit es nicht gar zu nüchtern wird, wollte ich mit etwas Persönlichem beginnen, mit eben jenem Erlebnis vom letzten Samstagmorgen in Teil 1 dieses zweiteiligen Artikels.
Schreiben wollte ich nach einem einleitenden Satz von einer Veröffentlichung in für dich. für mich. fürs Klima. - einer Kampagne von verschiedenen Verbraucherzentralen und Verbraucherverbänden. Dort war nämlich zu lesen, dass Deutschlands Autofahrer ihr Auto 8 Milliarden Mal im Jahr für eine Strecke von weniger als einem Kilometer starten. 8.000.000.000 Mal! Für diese ultrakurze Autostrecke, inklusive Kaltstart bedeutet das einen Verbrauch von umgerechnet etwa 35l auf 100km.
Diese Erkenntnis wiederum bedeutet:
Liegt der Bäcker ungefähr einen Kilometer vom Wohnhaus entfernt, verbraucht der autofahrende Brötchenholer auf seiner Fahrt (zweimal starten) den Gegenwert von drei bis vier Brötchen!
Das ist mal eine statistische Aussage mit der man etwas anfangen kann und die zumindest mich in Erstaunen versetzt hat. Damit müsste eigentlich jeder (inklusive des Artikelschreibers), der das Auto für derart kurze Strecken benutzt, mit einem hochroten Kopf (vor Scham) hinterm Steuer sitzen, siehe Herr Gerster im Vorartikel.
Die Zahlen ergänzen das berühmte Beispiel vom Patienten, der auf seine Gesundheit achtet und täglich ein Vitaminpräparat zu sich nimmt. Dies kauft er in der Apotheke um die Ecke, zu der er allerdings mit dem Auto fährt. Wäre er zu Fuß bis zur Apotheke gegangen und wäre ohne einzutreten wieder umgekehrt, hätte er mehr für seine Gesundheit getan.
Darüber hinaus bedeutet der Spaziergang oder die kurze Tour mit dem Rad eine Entlastung der Umwelt.

10
Jul

Der Weg zum Bäcker I

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Wie das Berufs-und Privatleben von uns Ärzten in Fernsehserien verkauft wird, hat meistens etwas von Großmutters Märchenstunde. Ob Der Landarzt, Schwarzwaldklinik oder Klinik unter Palmen, all diese Sendungen strotzen vor Klischees. Aber gelegentlich spiegeln Klischees tatsächlich die Wirklichkeit. Erst heute:
Es ist Samstagmorgen, herrlicher Sonnenschein. Ich radle durch unsere Kleinstadt mit dem Fahrrad zum Bäcker. Am Ende dieser kleinen Radtour zu Hause angekommen, sitze ich vor meiner Tasse Kaffee und die zurückliegende Episode erscheint mir wie pures Unterhaltungsfernsehen. Hier ein Gruß in ein offenes Fenster, dort ein Winken in die Windschutzscheibe eines Autos. Guten Morgen nach rechts und Guten Morgen nach links, gespickt mit Kommentaren, von mir zu den Patienten und zurück.
“Unser Doktor, immer sportlich, sportlich!”
“Na, Herr Doktor, Lappen futsch?” Breites Grinsen.
Bis zum Bäcker sind es 1,2 Kilometer und achtmal Grüßen. Hinterm Verkaufstresen sind von vier Verkäuferinnen drei Patientinnen. Eine schnelle Kontrolle der Augenbrauenplatzwunde über die Kuchenauslagen hinweg ist ebenso drin, wie der Kurzbericht vom wieder genesenen Töchterchen.
Die Rückfahrt ähnlich, inklusive kurzen Stopp bei Patienten, die gleichzeitig Sportskameraden sind. Eine kurze Feststellung, dass das Spiel gegen Uruguay nicht einfach wird, dann geht’s weiter.
Der insgesamt fünfzehnte Patient auf meinem knapp zweieinhalb Kilometer langem Ausflug zum Bäcker und zurück, kommt mir im Cabrio entgegen. Das Gesicht hochrot, aber nicht von der Sonne. Es ist Herr Gerster. Sein Weg zum Bäcker ist kürzer als meiner. Zwei Tage zuvor haben wir besprochen, das Bewegung und Gewichtsabnahme lebenswichtig für ihn sind. Er hat es eingesehen und mir versprochen, das Auto öfter stehenzulassen und Gewicht abzunehmen. Und dann kommt einem der Hausarzt am Samstagmorgen um acht Uhr auf dem Fahrrad entgegen, während man selbst schön bräsig im Auto sitzt, um reichlich frische Brötchen zu holen. Patienten haben es auch nicht leicht.

15
Apr

Wo lässt Frau Dr. Pfeiffer denken?

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Frau Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, in einem aktuellen Interview mit der Verbandszeitschrift VDI.
(GKV=gesetzliche Krankenversicherung, VDI=Verein deutscher Ingenieure)

“Fachärztliche Leistungen werden in Deutschland vielfach doppelt erbracht. Diese Doppelversorgung macht die Patienten jedoch nicht gesünder, kostet aber unnötig das Geld der Beitragszahler und findet sich in keinem anderen Land in dieser Form wieder.”
Das ist ja mal eine ganz neue Erkenntnis.
Diese, oder eine ähnliche Aussage begegnete mir schon zu meiner Anfangszeit als niedergelassener Arzt. So ganz neu ist die oben erwähnte Feststellung also nicht, vor allem wenn man bedenkt, dass ich nunmehr seit 23 Jahren als Hausarzt tätig bin.
Im Gegensatz zu früher allerdings, wäre es heute kinderleicht Doppeluntersuchungen und Doppeltherapien zu registrieren, abzumahnen und zu unterbinden. Allerdings sind heutzutage die Konsequenzen noch immer dieselben wie früher? Es gibt keine. Und solange nichts passiert, wenn etwas falsch läuft, ändert sich nichts.
Seitdem ich praktiziere, weiß ich, dass weder niedergelassene Ärzte noch Patienten etwas zu fürchten haben, wenn doppelt untersucht oder behandelt wird. Wer an einen freiwilligen Verzicht glaubt, lebt in Wolken-Kuckucksheim.
Ärzte verzichten nicht freiwillig auf Honorarquellen (Ärzte sind normale Menschen). Viel lieber machen sie das Gegenteil. Oder haben Sie schon einmal einen Facharzt sagen hören:
„Was ich bei Ihnen untersuchen oder behandeln kann, ist ja alles schon zig-mal untersucht oder behandelt worden. Da kann ich Ihnen auf meinem Fachgebiet nicht mehr weiterhelfen. Wenden Sie sich zunächst wieder an Ihren Hausarzt, der wird Ihren Fall weiter koordinieren.“
Da muss man schon bei Niederschreiben lachen, so weltfremd ist das.
Patienten verzichten nicht freiwillig auf ihr “gutes Recht”. Der Patient möchte das Beste für sich herausholen. Und bis heute hält sich der Irrglaube unter Patienten, je mehr Ärzte und umso spezialisierte, desto besser. weiterlesen

19
Mrz

Karl Lagerfeld hat nichts verstanden

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…und DIE WELT honoriert es.
Das Thema Depression, noch vor Wochen in aller Munde und in der Öffentlichkeit scheinbar auf einem neuen Weg, versinkt zurück in die Normalität. DFB-Chef Zwanziger redet sich um Kopf und Kragen und vorverurteilt, was das Zeug hält. Dass damit unbescholtene Menschen, welcher sexuellen Couleur auch immer, in den Tod getrieben werden könnten, hat er wenige Monate nach seinen salbungsvollen Worten am Sarg von Robert Enke vergessen. Die Pionierarbeit, die Frau Enke zu diesem Thema geleistet hat, war schneller versandet als Hannover 96 wieder Punkte sammeln konnte.
Zum Tode Alexander McQueens
Karl Lagerfeld hat in seiner Stellungnahme zum Selbstmord des britischen Modedesigners Alexander McQueen eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie die normale Gedankenwelt funktioniert, nämlich holzschnittartig, ratlos und wenig lernfähig, wenn es um das Thema psychische Erkrankung geht. weiterlesen

5
Mrz

Hartz IV macht nicht glücklich

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Viele meiner Artikel beruhen einzig auf der Erfahrung als Hausarzt. Die hausärztliche Sicht ist mir in diesem Fall ganz besonders wichtig. Ich betone das, weil ich kein Interesse daran habe, auf dieser Blogseite parteipolitische Meinungen breitzutreten oder ideologische Sträuße zu fechten. Es geht mir um die ärztliche Sicht zu diesem Thema. Wir Hausärzte haben, im Gegensatz zur Berufsgruppe der Politiker, jeden Tag Gelegenheit zu sehen, wie das Leben derjenigen läuft, die nicht zu den Begünstigten zählen.
Aus zweierlei Gründen:
1. Aus Gründen der Versorgung. Bei älteren, nicht mehr gesunden Arbeitslosen, die keine Aussicht mehr darauf haben, einen Arbeitsplatz zu finden, wird oftmals ausgelotet, welcher Weg in die Existenzsicherung gangbar ist. In diesen Fällen stellt sich die Frage, ob nach Krankengeld und/oder Arbeitslosengeld, Hartz IV die Zukunft ist oder eine Form von Rente. Der Hausarzt spielt in diesen Entscheidungsprozessen eine Rolle.
2. Aus medizinischen Gründen. Weil es Menschen nicht glücklich und zufrieden macht, wenn sie von der letzten Unterstützung, die ihnen der Staat zu bieten hat, leben müssen. Hier geht es nicht in allererste Linie um die Höhe der Bezüge, sondern um die Tatsache, dass man ohne Hilfe des Staates nicht für sich und seine Familie sorgen kann. Wer nicht glücklich und zufrieden ist, wird er leichter krank und geht zum Hausarzt. weiterlesen

3
Jan

Neue Geschichte um Dr. med. Kunze Ende Januar

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Ab dem Neuen Jahr erscheinen die Geschichten um Dr. med. Kunze immer am Monatsende. Die nächste Episode um den Hausarzt wird am 28. Januar 2010 veröffentlicht.
In der 19. Ausgabe der Kolumne erhält der Leser wieder ausführlich Einblick in den Ablauf des Praxisalltags eines Hausarztes. Darüber hinaus denkt Dr. med. Anselm Kunze über die Art und Weise wie Medizin heutzutage läuft so intensiv nach, dass der Blogbesucher seine Gedanken verfolgen kann.
Schauen Sie also ab dem 28. Januar 2010 in den Kopf eines Hausarztes, mit der neuen Kolumne um den Allgemeinmediziner Dr. med. Anselm Kunze.

Der andere Hausarzt wünscht all seinen Besuchern ein frohes und gesundes Neues Jahr. Gleichzeitig bedanke ich mich für die regen Besuche (weit über 30.000) und die überwiegend anregenden und wohlmeinenden Kommentare.

15
Dez

Antibiotika helfen nicht gegen Schweinegrippe…

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…und andere Virusinfekte. Es ist völlig sinnlos, die zur Zeit kursierenden Erkältungskrankheiten mit einem Antibiotikum heilen zu wollen. Es handelt sich um Virusinfekte und Antibiotika helfen nicht gegen Viren. Sie kürzen deswegen auch die Krankheitsdauer nicht ab. Im Gegenteil - Penicillin und Co. können sogar zur weiteren Verschlechterung führen, weil sie Mund- und Darmflora zerstören.
Es ist ein Trugschluss zu glauben, es gäbe auch nur ein einziges ursächliches Medikament gegen all die jährlich wiederkehrenden grippalen Infekte. Es gibt keins! Was es gibt, sind allesamt Arzneien zur Linderung der Symptome, wie Kopfschmerz, Fieber, Husten, verstopfte Nase und anderes mehr. Mehr kann ein Hausarzt auf diesem Gebiet nicht tun. Die beste Therapie eines grippeähnlichen Infekts oder einer echten Grippe, der „normalen“ oder der Schweinegrippe, ist immer noch, sich Ruhe zu gönnen. Viel schlafen, viel trinken und, so Appetit vorhanden, vitaminreiche Kost essen sind wichtige Hilfen für das Immunsystem. Eine echte, ursächliche, hausärztliche Therapie wäre demzufolge, eine Arbeitsunfähigkeit für Arbeitnehmer auszustellen. weiterlesen

19
Nov

Schweinegrippen-Virus ist ein Killer…

categories Aktuelles    

…aber nur was die Zeit betrifft.
50 Millionen Impfdosen gegen das Schweinegrippen-Virus sind von der Bundesregierung bestellt worden. Man stelle sich nur einmal vor, die würden tatsächlich gebraucht und verbraucht werden. Abgesehen vom Lieferengpass wäre das ein Riesen-Zeitproblem.
50 Millionen Impfungen verbrauchen pro Impfung, sagen wir mal 5 Arzt-Minuten und 5 Assistenz-Minuten. Das ist äußerst knapp kalkuliert, denn darin enthalten sind Zeitfresser, wie Impfberatung, Aufklärung über Nebenwirkungen und die Impfung selbst. Dazu kommt Verwaltungsaufwand wie: Listenführung für Impfwillige, Bestellung des Impfstoffes, Lagern, Aufruf zur Impfaktion, Vorbereitung des Impfaktes, Dokumentieren der Impfung und Abrechnung auf dem Krankenschein. weiterlesen

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