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	<title>Der andere Hausarzt</title>
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		<title>Totalschaden</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 11:50:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liebe Leser von www.der-andere-hausarzt.de, dieser Blog ist von außen auf ziemlich üble Weise angegriffen und teilweise zerstört worden. Wenn man es witzig nehmen will, muss man wohl sagen, ich habe da jemandem zu sehr auf die Füße getreten. Aber eigentlich ist mir nicht zum Spaßen zu Mute. Man fühlt sich schon ziemlich ausgeliefert, wenn so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leser von www.der-andere-hausarzt.de,</p>
<p>dieser Blog ist von außen auf ziemlich üble Weise angegriffen und teilweise zerstört worden. Wenn man es witzig nehmen will, muss man wohl sagen, ich habe da jemandem zu sehr auf die Füße getreten. Aber eigentlich ist mir nicht zum Spaßen zu Mute. Man fühlt sich schon ziemlich ausgeliefert, wenn so etwas passiert.</p>
<p>In wieweit die Reparaturarbeiten funktionieren und dann alles wieder auf Dauer stabil ist, ist schwer vorherzusagen. Um im medizinischen Milieu zu bleiben, gleicht das wohl der Frage: Wie lange dauert eine Bronchitis? Oder womöglich: Wie lange dauert eine Krebserkrankung?</p>
<p>Weil niemand konkrete Antworten geben kann, habe ich mich entschlossen, so oder so, eine Blog-Pause einzulegen. So bin ich davon befreit, jeden Tag nachzusehen, wie es läuft. Wie lange die Pause dauert, weiß ich im Moment selbst nicht. Lassen Sie einfach Ihre RSS-Feeds aktiviert und sehen, ob www.der-andere-hausarzt.de wieder ein Lebenszeichen abgibt.</p>
<p>Auf jeden Fall danke ich auf diesem Wege all meinen Lesern für Ihre teils über dreijährige Treue, für die interessanten Kommentare, für die positiven, wie für die wutschnaubenden und für die Denkanstöße aus Patientensicht und aus Sicht meiner Kollegen. Das beide Gruppen immer wieder engagiert auf meine Beiträge reagiert haben, hat mich besonders gefreut. Diese Tatsache gilt übrigens auch für die Rückmeldungen auf mein Buch <a title="zum Verlag" href="http://www.lebenundschreiben.de/drkunze.html">Hausarzt Dr. Kunze hört (nicht) auf</a>. Selbstverständlich danke ich auch meinen Freunden, Bekannten und Verwandten für Ihre positive Begleitung dieser Seite bis hierher.</p>
<p>Hausarzt Dr. Kunze wird auf <a title="Hausarzt Dr. Kunze" href="http://www.facebook.com/HausarztKunze">Facebook</a> und <a title="Hausarzt Dr. Kunze" href="http://twitter.com/#!/HausarztKunze">Twitter</a> mit unterschiedlicher Intensität sein eigenständiges Leben fortführen und vor allem geht meine Schreiberei weiter. Auf diese Weise ist mehr Zeit für die in meiner Schublade schmorenden Romanprojekte.</p>
<p>Bleiben Sie gesund</p>
<p>Ihr</p>
<p>Wolf-Peter Weinert</p>
<p>Der andere Hausarzt</p>
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		<title>Operationswut am Beispiel des Schultergelenks</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 12:07:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Impingement]]></category>
		<category><![CDATA[Operation]]></category>
		<category><![CDATA[Schulter]]></category>

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		<description><![CDATA[Operationswut am Beispiel des Schultergelenks Das kranke Schultergelenk ist ein sehr gutes Beispiel für die Operationswut in Deutschland. Dabei geht es fast immer um das sogenannte Impingement-Syndrom, frei übersetzt &#8211; Schulterengpass-Syndrom. Schulterschmerz Die Schulter und ihre Erkrankungen sollen an dieser Stelle nicht vollständig erklärt werden, nur so viel: Eine entzündliche Schwellung unterhalb des Schulterdaches oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.der-andere-hausarzt.de/wp-content/uploads/2011/10/Schulter.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1055" title="Schulterschmerzen" src="http://www.der-andere-hausarzt.de/wp-content/uploads/2011/10/Schulter-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Operationswut am Beispiel des Schultergelenks</strong></p>
<p>Das kranke Schultergelenk ist ein sehr gutes Beispiel für die Operationswut in Deutschland. Dabei geht es fast immer um das sogenannte <strong>Impingement-Syndrom</strong>, frei übersetzt &#8211; Schulterengpass-Syndrom.</p>
<p><strong>Schulterschmerz</strong></p>
<p>Die Schulter und ihre Erkrankungen sollen an dieser Stelle nicht vollständig erklärt werden, nur so viel:</p>
<p>Eine entzündliche Schwellung unterhalb des Schulterdaches oder ein Einriss, der dort vorhandenen Sehnen ist extrem schmerzhaft. Wer jemals unter einem klassischen Impingement-Syndrom gelitten hat, wird das bestätigen. Kaum ein verletztes Gelenk sendet derart massive Schmerzsignale wie die Schulter.</p>
<p><strong>Gefahr der Versteifung</strong></p>
<p>Dazu kommt, dass das Schultergelenk extrem anfällig für krankhafte Bewegungseinschränkungen ist, sogenannte Kontrakturen, die, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden, dauerhaft bleiben können.</p>
<p><strong>Ein Syndrom fasst viele Symptome zusammen </strong></p>
<p>Unterhalb des Schulterdaches sind die Verhältnisse bereits im Normalzustand dicht gedrängt, Muskeln, Sehnen, Schleimbeutel, alles beansprucht den im bescheiden Maß unter dem Schulterdach vorhandenen Platz. So kommt es bereits ohne Verletzung oder Verschleiß zum Impingement (Anstoßen, Einklemmen). Verändern sich die Verhältnisse durch Entzündung oder Verletzung und kommen Spornbildungen an den Knochen und Kalkeinlagerungen hinzu, wird es richtig eng und &#8211; schmerzhaft.</p>
<p>Das ist der Grund, warum im Falle des Impingement-Syndroms, der Arm kaum bis zur Waagerechten angehoben werden kann. Forciert man das Anheben als untersuchender Arzt passiv, geht der Patient in die Knie.</p>
<p><strong>Unlogisches Fazit</strong></p>
<p>Schmerzen, Anfälligkeit für Versteifung und Enge durch Schwellungen, sind per se Erscheinungen, die nicht gerade für eine operative Therapie sprechen.</p>
<p>Eine Operation löst nämlich Schmerz aus, erhöht die Versteifungsgefahr eines Gelenkes und bewirkt Schwellungen. Trotzdem wird die erkrankte, deutsche Schulter auf Teufel komm‘ raus operiert. Damit ist klar, dass die Gründe, die für eine Operation sprechen, anderswo liegen müssen.</p>
<p><strong>Geduld &#8211; eine verlorene Tugend</strong></p>
<p><span id="more-1053"></span>Die Logik jedenfalls sagt, statt OP sind Schmerzbekämpfung, dazu abschwellende Maßnahmen und der Erhalt der Bewegungsfähigkeit wichtig. Und so funktioniert es tatsächlich auch in der Realität. Schmerzmittel, die gleichzeitig Entzündungshemmer sind, Eispackungen, dazu Physiotherapie sorgen für eine Ausheilung nahezu jeden Impingement-Syndroms.</p>
<p>Allerdings kommt in diesem besonderen medizinischen Fall der Schulter ein ganz wesentlicher Punkt hinzu &#8211; Geduld und Disziplin!!!</p>
<p>Ein Schulterschmerz kommt gern über Nacht oder gar von einer Sekunde auf die andere, geht aber erst nach zähem, beharrlichen Kampf, sprich Therapie.</p>
<p><strong>OP und alle sind glücklich?</strong></p>
<p>An diesem entscheidenden Punkt treffen sich die eingeschränkte Sichtweise der chirurgisch tätigen Ärzte, die wirtschaftlichen Interessen der Mediziner und die Ungeduld der Patienten. Die Folge, es wird ein MRT veranlasst. Die Folge (fast ein Reflex) &#8211; es wird operiert. Allerdings, und jetzt wird es paradox: Zur postoperativen Behandlung der Schulter gehören entzündungshemmende Schmerzmittel, Eis, Physiotherapie und Geduld. Kommt einem bekannt vor, nicht wahr?</p>
<p>Aber jetzt sind alle Seiten zufrieden, der operativ tätige Arzt hat operiert und der Patient wurde operiert, hat also nach allen Seiten (sich selbst gegenüber, seiner Familie und seinem Arbeitgeber gegenüber) das Recht und die Pflicht, sich geduldig nachbehandeln zu lassen. Ohne die zwei kleinen Einstichstellen an der Schulter ist das offenbar nicht möglich.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Es folgen drei PS</strong></p>
<p><strong>Erstes PS: </strong>Geduld in Sachen Therapie der kranken Schulter heißt oft mehrere Monate oder gar ein Jahr. Das bedeutet nicht für die komplette Zeit arbeitsunfähig zu sein, aber doch wiederholter Schmerzmittelbedarf und diszipliniert anhaltende Übungstätigkeit, nicht des Physiotherapeuten, sondern des Erkrankten.</p>
<p><strong>Zweites PS: </strong>MRTs sind im Zusammenhang mit dem Impingement-Syndrom meines Erachtens nahezu vollkommen verzichtbar (in Wirklichkeit aber der große Renner). Die Untersuchung mit Augen, Händen und Hirn des Arztes reicht in den allermeisten Fällen. Ein MRT der Schulter belegt nur (und wirklich nichts anderes), dass es in jedem Menschen anders aussieht, und das Anatomiebücher den Idealfall darstellen. Dazu kommt, und das ist im Falle der Schulter besonders bemerkenswert, dass ein MRT keinerlei Dynamik beurteilt. Ein MRT bildet einen statischen Befund ab. Beweist ein MRT beispielsweise, dass die Rotatorenmanschette nahezu komplett abgerissen ist, heißt das noch lange nicht, dass die Schulter des Betreffenden nicht schmerzfrei und ohne Einschränkung zu bewegen wäre. Ärzte sollten niemals Röntgenbilder oder andere Befunde operieren, sondern immer den kranken Menschen.</p>
<p><strong>Drittes PS:</strong> Ganz selten, wirklich ganz selten, kommt es zum kompletten Sehnenabriss in der Schulter, der selbstverständlich operativ versorgt werden muss. Für den Nachweis bedarf es übrigens auch kein MRT, sondern Augen, Hände und Hirn des Arztes.</p>
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		<title>Wird zu viel operiert?</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 07:36:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Operation]]></category>
		<category><![CDATA[operieren]]></category>

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		<description><![CDATA[Über die Beantwortung dieser Frage sind sich Deutschlands Mediziner sicher weitgehend einig. Die einen sagen es laut, die anderen, die von der Operationswut profitieren, denken es im Stillen und sagen es erst, wenn sie aus dem Geschäft ausgestiegen sind: Ja, es wird viel zu viel operiert! Einigen wenigen chirurgisch tätigen Ärzten wird das tägliche Geschäft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.der-andere-hausarzt.de/wp-content/uploads/2011/02/Logo-verkleinert.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-578" title="Logo verkleinert" src="http://www.der-andere-hausarzt.de/wp-content/uploads/2011/02/Logo-verkleinert-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Über die Beantwortung dieser Frage sind sich Deutschlands Mediziner sicher weitgehend einig. Die einen sagen es laut, die anderen, die von der Operationswut profitieren, denken es im Stillen und sagen es erst, wenn sie aus dem Geschäft ausgestiegen sind:</p>
<p><strong>Ja, es wird viel zu viel operiert!</strong></p>
<p>Einigen wenigen chirurgisch tätigen Ärzten wird das tägliche Geschäft des Operierens so in Fleisch und Blut übergegangen sein, dass sie nicht mehr einmal denken, es könnte zu viel sein. Außerdem werden sie, wie fast jeder andere Berufstätige, in finanziellen Zwängen stecken.</p>
<p><strong>Warum geht es immer so weiter?</strong></p>
<p>Nun, zunächst einmal, weil immer weiter tausende Ärzte und Krankenhäuser vom Viel-Operieren profitieren.</p>
<p>Aber das ist nur ein Grund.</p>
<p>Mindestens ebenso bedeutend geworden ist die fordernde Haltung des modernen Patienten.</p>
<p>Ärzte werden heutzutage solange ausgesucht, aufgesucht und konsultiert, bis einer gefunden wird, der den Schaden wegoperiert.</p>
<p>Dass eine Krankheit womöglich nicht mit medizinischen Mitteln heilbar ist oder zumindest nicht in einem ausreichend kurzem Zeitraum, ist heute kaum noch verständlich zu machen. Unsere Gesellschaft sieht ein Versagen der Medizin für Schnellheilung oder Ausheilung nicht vor. Das beginnt beim banalen grippalen Infekt. Milliarden werden mit Antibiotika umgesetzt, die einen Virusinfekt abkürzen sollen &#8211; medizinischer Nonsens, der oft genug vom Patienten gefordert wird. Wenn Sie sich fragen, warum Ärzte diesem Unsinn nachgeben, dann lautet meine Gegenfrage, warum verunstalten Ärzte Menschen wie die Herzogin von Alba, Dagmar Berghoff oder Sylvester Stallone, um nur einige bekannte „Opfer“ der Chirurgie zu nennen.</p>
<p><strong>Fehlende Zeit und schwindendes Vertrauen</strong></p>
<p>Selbst, wenn man sich als Hausarzt Mühe gibt und sich die Zeit nimmt, sind ins Patientengehirn implantierte Operationswünsche schwer zu entfernen. Der notwendige verbale Eingriff braucht Zeit, manchmal endlos viel Zeit, die häufig nicht zu Verfügung steht.</p>
<p>Wie oft erlebe ich es, dass ich mir nur einzelne Kandidaten herauspicken kann, bei denen ich glaube oder hoffe, innerhalb eines angemessenen Zeitraumes von einer überflüssigen Operation abraten zu können. Viele andere muss ich sehenden, machtlosen Auges in den Operationssaal marschieren lassen.</p>
<p>Wie erfrischend ist da der Patient, der am letzten Donnerstag zu mir kam und sagte: Der Orthopäde will mich operieren. Ich sollte auch gleich einen Termin für die nächste Woche bekommen. Aber da habe ich gesagt, dass ich erstmal mit meinem Hausarzt sprechen muss.</p>
<p><strong>Und in der Tat:</strong> In diesem Fall war die Indikation zum chirurgischen Eingriff geradezu ein Witz, allerdings ein schlechter. Die Operation konnte rechtzeitig abgewendet werden. So ein Verlauf ist möglich, wenn Patient und Hausarzt eine vertrauensvolle Beziehung führen.</p>
<p>Allerdings würde mit dem Beruf des Hausarztes die letzte persönliche, neutrale, ärztliche Instanz in der Medizin verloren gehen.</p>
<p><strong>Lesen Sie den nächsten Artikel zum Thema:</strong> Operationswut am Beispiel des Schultergelenks.</p>
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		<title>Zweigpraxis auf dem Land &#8211; das erste Quartal ist vollbracht!</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 13:25:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Zweigpraxis]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Jahrzehnten betreiben wir eine Hausarztpraxis in einer Kleinstadt mit ländlicher Umgebung, die ständig gewachsen ist. Seit dem 1. Juli diesen Jahres ist eine Zweigpraxis auf dem Land dazu gekommen. Wir sind sieben Ärzte, fünf Teilhaber, ein zukünftiger Teilhaber, dazu ein Weiterbildungsassistent. Drei Ärzte versorgen, neben ihrer Tätigkeit in der Hauptpraxis, die Praxis auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.der-andere-hausarzt.de/wp-content/uploads/2011/10/HausarztZentrumLogo1.tiff"><img class="alignleft size-full wp-image-1042" title="HausarztZentrumLogo" src="http://www.der-andere-hausarzt.de/wp-content/uploads/2011/10/HausarztZentrumLogo1.tiff" alt="" /></a>Seit Jahrzehnten betreiben wir eine Hausarztpraxis in einer Kleinstadt mit ländlicher Umgebung, die ständig gewachsen ist. Seit dem 1. Juli diesen Jahres ist eine Zweigpraxis auf dem Land dazu gekommen. Wir sind sieben Ärzte, fünf Teilhaber, ein zukünftiger Teilhaber, dazu ein Weiterbildungsassistent. Drei Ärzte versorgen, neben ihrer Tätigkeit in der Hauptpraxis, die Praxis auf dem Land. Der Assistenzarzt ist hier und da im Einsatz.</p>
<p>Für die Patienten der Landarztpraxis gab es mit dem 1. Juli einiges zu verkraften:</p>
<ol>
<li>der langjährige Hausarzt (über 30 Jahre) hat sich weitgehend zurückgezogen. Viele Patienten vermissen ihn, zumal es sich in diesem Falle um eine Seele von einem Menschen handelt. Ein Arzt, der lieber sich ausbeutet als einem Patienten einen Wunsch abzuschlagen. Das hat sich geändert. Nicht, dass wir Unmenschen wären, aber es läuft halt anders, und wir alle wissen, wie es mit dem „anders“ ist, wenn etwas 30 Jahre lang gewohnheitsmäßig abgelaufen ist</li>
<li>die neue Praxisführung arbeitet, wenn irgend möglich organisiert, das heißt mit einer Terminsprechstunde. Selbst die meisten Notfälle lassen sich großteils organisieren. Die Ära, in der Patientenwunsch an den Hausarzt und dessen Erfüllung zeitlich nahezu eine Einheit sind, sind vorbei (vom echten Notfall abgesehen)</li>
<li>Rezepte und Überweisungen sollen neuerdings möglichst vorbestellt werden, dafür wurde extra eine Telefonnummer eingerichtet. (Was für ein neumodischer Kram, der sich als gar nicht so schlecht herausstellt, weil man sich nicht mehr in das Getümmel am Tresen stürzen muss)</li>
<li>überall stehen neuerdings Computer in der Praxis herum (Was sich als gar nicht so schlecht herausstellt, weil so alle Informationen überall zur Verfügung stehen. Auf diese Weise sind z. B. telefonische Kontakte oder Kontakte in der Sprechstunde auch möglich, obwohl die Praxis auf dem Land nicht geöffnet ist)</li>
<li>immer ist ein anderer Arzt da. Was nur gefühlt so ist, da jeder unserer Ärzte auf dem Land bestimmte Sprechstunden anbietet, allerdings ist der Gegensatz zu vorher natürlich riesig</li>
<li>früher war es schöner (ein gern in allen Lebenslagen ausgesprochenes Pauschalurteil). Nicht einmal im Wartezimmer kann man mehr in Ruhe sitzen und schnacken, weil man mit Termin so schnell dran ist</li>
</ol>
<p>Drei, vier Wochen lang hatten wir mit reichlich Kommentaren, Beurteilungen und Verurteilungen zu kämpfen. Die negativen Stimmen waren allerdings nur gefühlt in der Mehrzahl, die absolut meisten Patienten sind sehr glücklich, dass es überhaupt weitergeht mit der ärztlichen Versorgung im Dorf und auf dem Land. Nur wissen wir alle, ganz besonders in einer Hausarztpraxis, wie einige wenige, die Stimmung drücken können. Aber Geduld lohnt sich, auch im Fall unserer Zweigpraxis.</p>
<p>Bereits jetzt, nach dem Abschluss des ersten Quartals, hat sich Vieles eingespielt. Die negativen Stimmen sind leise geworden, viele verstummt. Schneller als erwartet. Wir hatten uns ein Jahr Geduld verordnet, denn immerhin haben wir den Patienten tatsächlich einiges an Veränderungen zugemutet und tun es noch.</p>
<p>Aber wenn nicht jetzt die Regeln ändern, wann dann?</p>
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		</item>
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		<title>Datenklau bei österreichischer Krankenkasse</title>
		<link>http://www.der-andere-hausarzt.de/2011/09/datenklau/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 16:04:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitskarte]]></category>

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		<description><![CDATA[So viel zur Sicherheit Die österreichische Hackergruppe Anonymous ist in den Besitz von über 600.000 Datensätzen der Tiroler Gebietskrankenkasse gelangt. So, wie es klingt, mussten die Computerfreaks sich nicht einmal großartig anstrengen. Denn nach eigener Aussage sind sie über die Daten gestolpert, als sie das Paket bei einem Onlinespeicherdienst entdeckt haben. Da liegen also sensible [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.der-andere-hausarzt.de/wp-content/uploads/2011/09/WEbTGKK.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1029" title="WEbTGKK" src="http://www.der-andere-hausarzt.de/wp-content/uploads/2011/09/WEbTGKK-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a>So viel zur Sicherheit</strong><br />
Die österreichische Hackergruppe <em>Anonymous</em> ist in den Besitz von über 600.000 Datensätzen der Tiroler Gebietskrankenkasse gelangt. So, wie es klingt, mussten die Computerfreaks sich nicht einmal großartig anstrengen. Denn nach eigener Aussage sind sie über die Daten gestolpert, als sie das Paket bei einem Onlinespeicherdienst entdeckt haben. Da liegen also sensible Patientendaten einfach so in einer Internet-Datenwolke, eine Wolke vor der jeder Privatmensch hinreichend gewarnt wird, weil die Daten dort nicht sicher sind.<br />
600.000 Versicherte müssen jetzt darauf vertrauen, dass die Hacker Wort halten, denn sie haben angegeben, die Daten nicht nutzen zu wollen. Ein netter Zug. Vielleicht netter sogar, als die scheinheilige Aussage eines führenden Vertreters der TGKK, die Hacker wären nicht in den Besitz vertraulicher Daten gelangt. Fragt sich, wer ist hier eigentlich der Feind. Dazu ein Bild (zum Vergrößern anklicken) von der Website der Krankenkasse von heute Nachmittag. Kein Wort zu dem brisanten Fall.<br />
<strong>Vorfreude auf die elektronische Gesundheitskarte in Deutschland</strong><br />
Da können wir uns in Deutschland auf den Zeitpunkt freuen, wenn mit der neuen eGK, Informationen wie Dauerdiagnosen, Medikamenteneinnahme, zurückliegende Operationen und dergleichen mehr gespeichert werden können. Aber das soll ja alles gar nicht sein &#8211; erstmal.<br />
<strong>Wer hat, der hat</strong><br />
Übrigens, neueste Zahlen verraten die immensen Kosten der Einführung der neuen elektronischen Gesundheitskarte. Allein auf Seiten der Krankenkassen und der Ärzte verschlingt die neue Karte je 150 Millionen Euro, macht 300 Millionen Euro, nicht eingerechnet die Entwicklungskosten, die nochmal in gleicher Höhe zu Buche schlagen sollen. Summa summarum mehr als eine halbe Milliarde Euro Kosten.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Braucht ein Arzt einen Doktortitel?</title>
		<link>http://www.der-andere-hausarzt.de/2011/09/doktortitel/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 12:32:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Doktortitel]]></category>

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		<description><![CDATA[Doktortitel stehen zur Zeit in der Diskussion. Öffentliche Personen wie zu Guttenberg, Koch-Mehrin und andere plagen sich mit Plagiatsvorwürfen. Ihre Titel haben sie sämtlich in einer anderen Wissenschaft erworben als der medizinischen. Wenn in der Medizin um den Doktortitel diskutiert wird, geht es weniger um Plagiatsvorwürfe. Hier entfacht sich der Streit viel mehr an Sinn, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.der-andere-hausarzt.de/wp-content/uploads/2011/09/Doktorarbeit.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1017" title="Doktorarbeit" src="http://www.der-andere-hausarzt.de/wp-content/uploads/2011/09/Doktorarbeit-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Doktortitel stehen zur Zeit in der Diskussion. Öffentliche Personen wie zu Guttenberg, Koch-Mehrin und andere plagen sich mit Plagiatsvorwürfen. Ihre Titel haben sie sämtlich in einer anderen Wissenschaft erworben als der medizinischen. Wenn in der Medizin um den Doktortitel diskutiert wird, geht es weniger um Plagiatsvorwürfe. Hier entfacht sich der Streit viel mehr an Sinn, Zweck und Wesen der Promotion. Plagiatsvorwürfe sind in der Medizin allein deswegen nebensächlich, weil der Erwerb eines Doktortitels in der Medizin vergleichsweise leicht ist, so dass sich das Abschreiben kaum lohnt.<br />
<strong>Wahre Wissenschaft? </strong><br />
Während in anderen Wissenschaften die Promotion häufig an eine mehrjährige berufliche Tätigkeit gekoppelt ist, erwirbt ein Gutteil der Mediziner den Doktortitel bereits während des Studiums &#8211; ganz nebenbei oder bereitet den Erwerb doch soweit vor, dass die Doktorarbeit kurz nach Ende des Studiums fertig gestellt werden kann. Unvorstellbar in anderen Fakultäten. Physiker, Betriebswirte oder Biologen schmunzeln (oder grollen) über den Doktortitel mit minderem Aufwand in der Medizin.<br />
<strong>Überkommene Kombination </strong><br />
Früher gehörten das Arztsein und der Doktortitel zusammen. Der Arzt war Doktor und der Doktor eben Arzt. Andere Doktortitel interessierten den normalen Bürger wenig. Erst seit dem immer mehr Ärzte auf die Promotion verzichten, fällt auf, dass Ärzte nicht zwangsläufig Doktoren sind. Andererseits kann offenbar ein Mensch durchaus Arzt sein, obwohl er kein Doktor ist. Erkenntnisse, die der Bürger erst in den letzten Jahrzehnten gewonnen hat.<br />
Ich selbst habe keine Promotionsarbeit geschrieben und kann mich noch gut an die ersten Jahre der Verwirrung bei meinen Patienten erinnern. Die Irritation ging soweit, dass manche meiner Patienten zwar annahmen, ich sei noch gar kein Arzt, aber sicher waren, ich würde diesen Mangel zu gegebener Zeit beheben. So lange wollten sie trotzdem meine Patienten bleiben, da ich sonst ja ein netter Mensch sei und in ihren Augen auch ein guter Arzt, nur eben noch nicht fertig.<br />
Diese Zeiten sind vorbei. Verwirrung über den Arzt ohne Titel ist selten geworden.<br />
<strong>Hintergrund</strong><br />
Die Promotion, also der Erwerb eines Doktortitels, soll nachweisen, dass ein Wissenschaftler in der Lage ist, selbstständig wissenschaftlich zu arbeiten und neue Erkenntnisse auf seinem Gebiet zu schaffen. Beides trifft auf den promovierenden Mediziner eher in Ausnahmefällen zu. Allein die Tatsache, dass die meisten Promotionsarbeiten während des Studiums fertiggestellt werden, also in der Zeit, in der die Mediziner noch naturwissenschaftliche Azubis sind, spricht schon dagegen, dass sie zu diesem Zeitpunkt bereits in der Lage sein könnten, sozusagen den Meisterbrief der Wissenschaft zu erlangen.<br />
Die Doktorarbeit in der Medizin hat nur ein Ziel &#8211; den Titel &#8211; um ihn tragen zu können. Über welches Thema man schreibt oder geschrieben hat ist den meisten Ärzten vollkommen einerlei und tieferes Verständnis vom Thema ist ebenfalls nicht vorhanden. (Es gibt sicher Ausnahmen. Ich will niemandem zu nahe treten). Ehrlich gesagt, ist es in den allermeisten Fällen eines „normalen“ Krankenhausarztes oder Praxisarztes auch gar nicht nötig, dass ein Arzt die Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten besitzt. Die weitaus meisten Mediziner arbeiten in ihrem Leben genau ein einziges Mal halbwegs wissenschaftlich und zwar zur Erlangung des Doktortitels, danach nie wieder.<br />
Trotzdem kann ich verstehen, wenn junge Mediziner bis heute die Möglichkeit zum Erwerb eines Doktortitels ergreifen. Immerhin schmückt so ein Titel, schafft Respekt und Anerkennung, zumal wenn man als Arzt auf irgendeine Weise in der Öffentlichkeit zu tun hat, sei es in der freien Wirtschaft, in der Weiterbildung oder in den Medien.<span id="more-1015"></span><br />
<strong>Es gibt Wichtigeres!</strong><br />
Wenn aber alle Mediziner oder fast alle auf den Erwerb eines Doktortitels verzichten, weil der Anspruch an den medizinischen Doktorgrad der gleiche wird, wie der in anderen Fakultäten, fällt das Fehlen eines Titels nicht mehr auf. Dann braucht der &#8220;normale&#8221; Arzt keinen Doktortitel mehr, weil das Unnormale gleichsam das Normale wird. Und dann&#8230;<br />
Dann könnte man die gewonnene Zeit endlich nutzen, um im Medizinstudium Dinge wie Patientenführung, Humanität in der Medizin, Personalmanagement, medizinische Betriebswirtschaft, Grundlagen der Praxisführung und dergleichen wichtige Themen zu lehren. Das wäre meines Erachtens wesentlich sinnvoller als das berühmt-berüchtigte Zählen von Mäusehaaren.<br />
<strong>Schlussbemerkung</strong><br />
Gewichtige Argumente in der Diskussion um den Doktortitel in der Medizin. So gewichtig, wie ich finde, dass die unzähligen Fürs und Widers, die hier nicht erwähnt wurden, bedeutungslos sind, ähnlich bedeutungslos wie meine persönlichen Gründe vor vielen Jahren. Der Doktortitel, speziell in der Medizin, ist ein Anachronismus und sollte wahrhaften Meistern der Wissenschaft vorbehalten bleiben. Es spricht nichts dagegen, dass das vereinzelt auch Mediziner sein können.<br />
<strong>Ein Titel hilft den allermeisten Ärzten in ihrer praktischen Arbeit nicht weiter und ihren Patienten schon gar nicht.</strong></p>
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		<title>Sommer, Berge, Seen &#8211; ja</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Aug 2011 13:43:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Blog nein! www.der-andere-hausarzt.de geht in die Sommerpause, keine Blogeinträge, kein Twittern bis Mitte September. Der nächste Artikel wird am 19. 9. 2011 auf www.der-andere-hausarzt.de erscheinen. Titel: Braucht ein Arzt einen Doktortitel?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.der-andere-hausarzt.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_0273.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1000" title="IMG_0273" src="http://www.der-andere-hausarzt.de/wp-content/uploads/2011/08/IMG_0273-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Blog nein!</strong></p>
<p><a href="http://www.der-andere-hausarzt.de">www.der-andere-hausarzt.de</a> geht in die Sommerpause, keine Blogeinträge, kein Twittern bis Mitte September.</p>
<p>Der nächste Artikel wird am 19. 9. 2011 auf <a href="http://www.der-andere-hausarzt.de">www.der-andere-hausarzt.de</a> erscheinen.</p>
<p>Titel: <strong>Braucht ein Arzt einen Doktortitel?</strong></p>
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		<title>Beruf Landarzt &#8211; Ausweg aus dem Defizit</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 07:36:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachtrag zur Artikelserie Beruf Landarzt -besser geht’s nicht Im Gegensatz zur landläufigen Meinung und dazu, wie sich das ärztliche Versorgungsdefizit in ländlichen Regionen gegenwärtig darstellt, bin ich der Ansicht, dass es kaum einen besseren Zeitpunkt gibt als jetzt, junge Mediziner für den Beruf des Landarztes zu interessieren und zu begeistern. Die Chance liegt in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.der-andere-hausarzt.de/wp-content/uploads/2011/05/MG_4934.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-787" title="_MG_4934" src="http://www.der-andere-hausarzt.de/wp-content/uploads/2011/05/MG_4934-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nachtrag zur Artikelserie <em>Beruf Landarzt -besser geht’s nicht</em></strong></p>
<p><em> </em></p>
<p>Im Gegensatz zur landläufigen Meinung und dazu, wie sich das ärztliche Versorgungsdefizit in ländlichen Regionen gegenwärtig darstellt, bin ich der Ansicht, dass es kaum einen besseren Zeitpunkt gibt als jetzt, junge Mediziner für den Beruf des Landarztes zu interessieren und zu begeistern.</p>
<p>Die Chance liegt in den teils katastrophalen Arbeitsbedingungen für Ärzte (und Pflegekräfte, um die es hier nicht geht) vor allem in privat geführten Krankenhäusern. Das Elend auf der einen Seite könnte der Ausweg aus der Not auf der anderen Seite sein.</p>
<p>Um die Wende auf dem Land herbeizuführen, müssen die Niederlassungsbedingungen angepasst, durchschaubar und vor allem vereinfacht werden.</p>
<p><strong>Die wichtigsten Punkte ergeben sich aus dem Fazit meiner 10-teiligen Artikelreihe<em> &#8220;Beruf Landarzt &#8211; besser geht’s nicht&#8221;.</em></strong></p>
<ol>
<li>Finanzielle Unterstützung einer Niederlassung auf dem Land oder in der Kleinstadt wie in Mecklenburg-Vorpommern (z. B. 50.000 Euro Starthilfe).</li>
<li>Zusammenführen von 3 &#8211; 4 und mehr niederlassungswilligen Kollegen in einer Gemeinschaftspraxis innerhalb einer größeren Region.</li>
<li>Dazu aktives Anwerben von Ärzten in großen Krankenhäusern durch Vorstellung vorbereiteter Projekte (nebenbei: mehr Hausärzte auf dem Land, bedeuten weniger Belastung der Krankenhäuser durch weniger Einweisungen).</li>
<li>Unterstützung im Praxis-, Sprechstunden- und Personalmanagement für 3 &#8211; 4 Quartale.</li>
<li>Umsatzgarantie von 70 Euro pro Patient und Quartal für 2 Jahre ohne Nachweis einer Einzelabrechnung!!! In dieser Übergangszeit kostenlose Weiterbildung für die Praxiseigentümer in Sachen Optimierung von Praxisführung und Praxisorganisation, sowie Einführung in die Geheimnisse der normalen Abrechnung ab dem 3. Jahr.</li>
</ol>
<p>Der Standespolitiker oder Gesundheitspolitiker, der glaubt, dass gerade der letzte Punkt nicht bezahlbar ist, der outet sich als jemand, der das Abrechnungssystem darauf baut, dass es nicht verstanden wird und so durch Unwissenheit Geld gespart wird.</p>
<p>Soll heißen: Wenn ein niedergelassener Landarzt das Abrechnungssystem gänzlich verstanden hat und es anwenden kann, liegt er ohnehin nahe bei einem Scheinschnitt von 70 Euro.<span id="more-987"></span></p>
<p><strong>Eine gute Hausarztversorgung spart Geld</strong></p>
<p>Letztlich weiß jeder, dass eine ausreichende hausärztliche Versorgung dem Gesundheitswesen Geld spart. Denn wo sollen die Patienten hin, die keinen Hausarzt haben?</p>
<p>Sie gehen entweder,</p>
<ol>
<li>zu einem überlasteten Arzt, der sie nicht kennt und sie deswegen schneller in ein Krankenhaus einweist oder zu einem Facharzt überweist. Oder die Patienten gehen gleich&#8230;</li>
<li>zu einem Facharzt, der immer teurer ist als ein Hausarzt, oder&#8230;</li>
<li>wenden sie sich an ein Krankenhaus, die teuerste Variante</li>
</ol>
<p><strong>Persönliche Schlussbemerkung</strong></p>
<p>In unserer Kleinstadtpraxis mit Zweigpraxis auf dem Land arbeiten derzeit sechs Partner und ein Weiterbildungsassistent. Durch Vernetzung mit anderen Praxen eröffnen sich derzeit weitere Möglichkeiten.</p>
<p>Gerade jetzt in der Umbruchphase arbeiten wir viel, aber die Arbeit mit Gleichgesinnten</p>
<ol>
<li>macht Spaß und</li>
<li>die Größe der Praxis erlaubt zivile Wochenarbeitszeiten, Freizeit mit der Möglichkeit ganz abzuschalten, weil sich wechselweise um Notfallpatienten gekümmert wird und</li>
<li>die Größe der Praxis erlaubt ausreichend Urlaubszeiten und bietet</li>
<li>finanzielle Sicherheit.</li>
</ol>
<p>Der alles entscheidende Punkt bezüglich Überführung unserer Praxis von der Vergangenheit in die Zukunft war die Einführung eines externen und internen Praxismanagements.</p>
<p><strong>In einer Arztpraxis soll Menschen geholfen werden, das ist richtig, aber eine Arztpraxis ist auch ein Wirtschaftsunternehmen!</strong></p>
<p>Ich lade jeden ein, der unseren „Betrieb“ von innen kennenlernen will, sich als angestellter Arzt oder als Weiterbildungsassistent bei uns zu bewerben. Wobei mindestens ein Jahr (oder länger) tatkräftige Mitarbeit erwünscht ist, gern auch halb- oder vierteltags.<br />
Wer erst noch Arzt werden will, ist als Famulus willkommen.</p>
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		<title>Beruf Landarzt &#8211; besser geht’s nicht (10)</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 11:54:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schlussbemerkungen Über das Thema Landarzt gäbe es noch viel zu sagen, zumal mit meiner zur Zeit ganz frischen Erfahrung einer Zweigpraxis. Aber zehn Teile Beruf Landarzt &#8211; besser geht’s nicht sollen genug sein. Zur Auflösung der Fragenaktion. Zunächst einmal sage ich Danke fürs Mitmachen. Die Kommentare zeigen, dass das Thema einerseits interessiert, andererseits Unsicherheit herrscht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schlussbemerkungen</strong></p>
<p>Über das Thema Landarzt gäbe es noch viel zu sagen, zumal mit meiner zur Zeit ganz frischen Erfahrung einer Zweigpraxis. Aber zehn Teile <em>Beruf Landarzt &#8211; besser geht’s nicht</em> sollen genug sein.</p>
<p><strong>Zur Auflösung der Fragenaktion. </strong></p>
<p>Zunächst einmal sage ich <em>Danke fürs Mitmachen</em>. Die Kommentare zeigen, dass das Thema einerseits interessiert, andererseits Unsicherheit herrscht. Überraschend war, wie positiv der Beruf des Landarztes nicht nur von mir gesehen wird. Allerdings gab es auf meinem „Filialblog“ bei DocCheck auch deftige negative Kommentare.</p>
<p><strong>Der Traum ist wahr</strong></p>
<p>Klar ist, dass der Traum, wie ich es genannt habe, kein Traum ist. Die Wirklichkeit kann so laufen. Vieles von dem, was ich geschildert habe, trifft abgewandelt auf mein Praxisleben zu.</p>
<p><strong>Aber was ist unwahrscheinlich an meiner Schilderung?</strong></p>
<ul>
<li><strong>Das Finanzielle</strong> ist es nicht. Die betriebswirtschaftlichen Rechnungen sind alle praxisnah, damit auch der mögliche Verdienst. Kommentatoren haben dies bestätigt. Damit hat die Aussage <em>10.000 Euro und mehr im Monat Einkommen</em> keine kurzen Beine, wie ein <em>AxelTausch</em> auf DocCheckBlog so nett behauptete.</li>
<li><strong>Geregelte Arbeitszeiten</strong> und genügend Urlaub sind ebenfalls kein Traum. Wir handhaben das seit über 20 Jahren so. In Zeiten übermäßiger sportlicher oder schriftstellerischer Ambitionen habe ich mir sogar Extra-Jahresurlaub von den Kollegen „gekauft“. Vieles ist in einer Gemeinschaftspraxis möglich.</li>
<li><strong>Subvention?</strong> In Mecklenburg-Vorpommern subventioniert die Kassenärztliche Vereinigung neue Landärzte mit 50.000 Euro.</li>
<li><strong>Die Arbeit macht Spaß</strong>. So geht es einigen Kommentatoren, und ich kann das für die letzten 24 Jahre bestätigen. Natürlich gibt es auch Ärger, Stress und nervige Zeiten. Aber die Freude überwiegt bei weitem. Das liegt m. E. vor allem an drei Dingen:<br />
a) an der Zusammenarbeit mit Kollegen, jederzeit mit der Möglichkeit von „Spontan-Konsilen“<br />
b) am persönlichen Verhältnis zu den meisten Patienten und ihren Familien<br />
c) das eigenverantwortliche medizinische Arbeiten (ich bin mein eigener Herr und das ist mir in medizinischen Angelegenheiten so viel wert, das mich niemand mehr zum Arbeiten ins Krankenhaus zerren könnte.<span id="more-975"></span></li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Die Ärzte strömen nur so aufs Land.</strong> Das ist natürlich eine gewagte Behauptung, die so nicht stimmen kann, weil wir sonst die ganze Diskussion um die Landärzte nicht hätten. Aber erstaunlich ist schon, wie sich der Kontakt von Jungärzten zu unserer Praxis in den letzten Jahren verändert hat.<br />
Waren noch vor Jahren, als wir zu zweit, oder zu dritt in der Praxis arbeiteten, Bewerbungen von Assistenzärzten eine Seltenheit, hat sich das in den letzten beiden Jahren deutlich geändert. Jetzt mit sechs Ärzten plus Weiterbildungsassistent und Zweigpraxismodell stehen wir regelrecht im Fokus der Bewerber. Für uns heißt die Bilanz der letzten Jahre: ein junger Nachfolger, ein zusätzlicher Partner, ein angestellter Arzt (der bald Partner wird), ein neuer Weiterbildungsassistent, zwei weitere Bewerbungen und Anfragen zur überörtlichen Zusammenarbeit.<br />
Hier ist wohl die Garantie, vernünftig medizinisch arbeiten zu können (ohne Krankenhaushierarchie und -zeitdruck) und geregelte Arbeitszeiten zu haben, unser großer Trumpf geworden. Je schlechter die Arbeitsverhältnisse vor allem in privat geführten Krankenhäusern werden, umso besser für uns Hausärzte, behaupte ich.</li>
</ul>
<p><strong>Zwei wirkliche Schwierigkeiten in einer Landarztpraxis (und sonst wo)</strong></p>
<p>Zum Schluss also doch noch <strong>zwei Haken</strong>:</p>
<p><strong>1. Eine moderne, gut funktionierende Landarztpraxis </strong>muss meiner Meinung nach eine möglichst große Gemeinschaftspraxis sein. Wie der Kommentator <em>Matze 90</em> richtig sagt, birgt das ein großes Problem.</p>
<p>Eine GMP kann nur dauerhaft funktionieren, wenn niemand auf den letzten Euro und die letzte Arbeitsstunde schielt. Das heißt, niemand darf sich dauerhaft ungerecht behandelt fühlen, was Verdienst und Arbeitsaufwand angeht und niemand darf in dieser Hinsicht die GMP als Hängematte nutzen</p>
<p><strong>Es geht m. E. nur so:</strong></p>
<p><strong></strong>a) alle Partner sind bemüht den gleichen Arbeitsaufwand zu erbringen. Bei unterschiedlichem Patientenzulauf werden Ausgleichsaufgaben übernommen, wie Praxisverwaltung, Immobilienverwaltung, Personalführung, Kontakt zum Steuerberater, Qualitätsmanagement u.a.m.</p>
<p>b) alle sind aus tiefsten Herzen damit einverstanden, dass der erzielte Gewinn blind durch die Anzahl der Praxisinhaber geteilt wird und glauben daran, dass sich alles irgendwann ausgleicht</p>
<p>c) die Lebenspartner der Ärzte sehen das genauso !!!!</p>
<p>Wenn es so läuft, kann ein Traum Realität werden und dann kann, wie in unserem 	Falle, eine GMP über ein Vierteljahrhundert funktionieren.</p>
<p><strong>2.Geradezu haarsträubend weltfremd ist meine Behauptung</strong>, die Umstrukturierung in Dorf A liefe von Anfang mit ausgefeilten Abrechnungs- und Organisationskenntnissen und daraus resultierendem Super-Umsatz. Das ist im höchsten Maße unrealistisch.</p>
<p>Nichts wird einem niederlassungswilligen, jungen Arzt schwerer fallen als der Überblick über die gegebenen Abrechnungsmodalitäten und dazu eine neu eröffnete Praxis straff zu organisieren. (Gute Patientenversorgung und gute Abrechnung sind von guter Organisation abhängig).</p>
<p>Die Quartalsabrechnung in unserer Praxis umfasst inzwischen annähernd 100 eng bedruckte Seiten voller Zahlen und Berechnungen. Einem jungen Mediziner könnte eine Kiste voller Kakerlaken und Gewürm die Haare nicht höher zu Berge steigen lassen.</p>
<p><strong>Und hier liegt die Crux und gleichzeitig die Lösung des Problems </strong><em><strong>Landarztmangel</strong></em><strong>.</strong></p>
<p>Wie ich mir diese Lösung vorstelle, schreibe ich in einem Nachtrag zu dieser Artikelserie in der nächsten Woche.</p>
<p>Ein Nachtrag deswegen, weil meine Lösungsvorschläge, wie ich sie mir vorstelle, als selbstständiger Artikel stehen sollen.</p>
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		<title>Eine Frage zwischendurch!</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 18:09:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesundheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Hausarzt]]></category>
		<category><![CDATA[Landarzt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Serie &#8220;Beruf Landarzt &#8211; besser geht’s nicht&#8221; ist an einen Punkt gekommen, an dem sich Realität und Traum mischen. Hat jemand eine Idee, was eigentlich das Unwahrscheinlichste an der von mir konstruierten neuen ärztlichen Versorgung in Dorf A ist? Es gibt ja reichlich Behauptungen, z.B.: Umsatz pro Schein 63 Euro die Ärzte strömen in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.der-andere-hausarzt.de/wp-content/uploads/2011/05/MG_4934.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-787" title="_MG_4934" src="http://www.der-andere-hausarzt.de/wp-content/uploads/2011/05/MG_4934-150x150.jpg" alt="" width="108" height="108" /></a>Die Serie <strong>&#8220;Beruf Landarzt &#8211; besser geht’s nicht&#8221; </strong>ist an einen Punkt gekommen, an dem sich Realität und Traum mischen.</p>
<p>Hat jemand eine Idee, was eigentlich das Unwahrscheinlichste an der von mir konstruierten neuen ärztlichen Versorgung in Dorf A ist?</p>
<p><strong>Es gibt ja reichlich Behauptungen, z.B.:</strong></p>
<ul>
<li>Umsatz pro Schein 63 Euro</li>
<li>die Ärzte strömen in meinem Beispiel nur so aufs Land</li>
<li>die Kassenärztliche Vereinigung subventioniert Niederlassungen</li>
<li>Arbeits- und Urlaubszeiten werden eingehalten</li>
<li>jeder Vollzeitarzt verdient etwa 10.000 Euro bei relativ normalen Arbeitszeiten</li>
<li>die Arbeit macht Spaß</li>
<li>u.v.a.m.</li>
</ul>
<p>Bitte im Kommentar äußern, welcher Teil vollkommen märchenhaft erscheint.</p>
]]></content:encoded>
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