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10 Jul |
Was heißt eigentlich…Glykämische Last? Was heißt eigentlich...?
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Die Glykämische Last (GL) ist ein Wert, der dem bereits beschriebenen Glykämischen Index (GI, Glyx) eine praktische Bedeutung gibt. Dieser Beitrag baut auf dem vom 23. Juni 2009 auf Der andere Hausarzt auf.
Qualität und Quantität von Kohlenhydraten
Im Alltagsleben hilft es nicht viel weiter, wenn man weiß, dass eine bestimmte Sorte Kohlenhydrate (Einfach-Zucker, Doppel-Zucker, Stärke) eine bestimmte Blutzuckerreaktion auslöst. Sich nur darum zu kümmern, hieße nur die Qualität der Kohlenhydrate zu berücksichtigen. Mindestens ebenso wichtig ist im Zusammenhang mit der täglichen Nahrungsaufnahme, wie einem der normale Menschenverstand bereits sagen kann, die Menge der Kohlenhydrate. Es zählen also Qualität die Quantität. weiterlesen
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23 Jun |
Was heißt eigentlich…Glykämischer Index? Was heißt eigentlich...?
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Zum Thema der nicht ganz einfachen menschlichen Ernährung liegt mir als Hausarzt das Verständnis der Leser, die nicht vom Fach sind, besonders am Herzen. Es gibt reichlich gute wissenschaftliche Erläuterungen im Internet, deswegen wird die Erklärung auf dieser website teilweise eher umgangssprachlich. Das Prinzip bleibt richtig, wird aber nicht allumfassend dargestellt. Die Leute vom Fach können ja derweil eine Geschichte von Dr. Kunze lesen, davon sind zwölf unter dem Thema Kolumne des Monats vorhanden.
Der Glykämische Index (GI oder auch Glyx) zeigt an, wie sich der Verzehr eines Kohlenhydrats (Zucker, Stärke) auf den Blutzuckerspiegel bzw. den Insulinspiegel auswirkt. Als Referenzsubstanz, sprich Vergleichssubstanz, dient reiner Traubenzucker, dessen Glykämischer Index auf 100 festgelegt wurde (die einzelnen Berechnungen sind uninteressant und verwirren nur). Alle anderen Kohlenhydrate messen sich nun am Traubenzucker. Die Stärke in Weißmehl-Spaghetti, die letztlich aus zusammengesetzten Zuckermolekülen besteht, hat nur einen GI von um die 50, je nachdem wie lange man sie kocht, al dente ist es eher weniger. weiterlesen
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21 Mrz |
Was heißt eigentlich…Rekonvaleszenz? Was heißt eigentlich...?
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In der Medizin ist Rekonvaleszenz die Phase nach einer Krankheit, in der Körper und Geist wieder erstarken.
Die Genesung ist zunächst das vorrangige Ziel des Kranken. Aber ist eine Krankheit überstanden, heißt das noch nicht, dass der seelische und körperliche Zustand von vor Beginn der Erkrankung wieder hergestellt ist. An die Phase der Genesung schließt sich die Phase des Wiederaufbaus der Kräfte an, damit ist keine Rehabilitation gemeint, die noch zur eigentlichen Krankheit gehört.
Rekonvaleszenz kann darin bestehen, dass der Genesene sich langsam wieder an normale Kost gewöhnt, ein gezieltes Trainingsprogramm durchführt, das die körperliche Belastung von kurzen Spaziergängen bis hin zu sportlicher Betätigung nach und nach steigert. Schließlich kann die Regeneration eine Phase der Motivation sein, in der Zuversicht und seelische Stabilität erarbeitet und erreicht werden. weiterlesen
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22 Feb |
Was heißt eigentlich… Tumor? Was heißt eigentlich...?
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Tumor ist nicht automatisch Krebs!
Ein Tumor ist in der Medizinersprache zunächst einmal nichts weiter als eine Gewebeschwellung. Ein Grützbeutel, der sich vorwölbt; ein Aknepickel, der blüht; ein „Horn“, das einem auf der Stirn nach einer Schädelprellung wächst - all das sind Tumore.
Ein Tumor (eine Schwellung) kann durch eine Krebsgeschwulst hervorgerufen werden, ist aber viel häufiger Merkmal einer anderen, meist harmloseren Erkrankung.
Beispiel: Für die Diagnose einer Entzündung gilt die Feststellung von fünf Symptomen (Krankheitszeichen): Tumor (Schwellung), Rubor (Rötung), Calor (Hitze), Dolor (Schmerz) und Functio laesa (eingeschränkte Funktion).
Nehmen wir als Beispiel den Schweißdrüsenabszess in der Achselhöhle, gelten für ihn die Zeichen der Schwellung, der Rötung, der Hitze und des Schmerzes, dazu lässt sich der betroffene Arm nicht mehr so gut bewegen.
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14 Dez |
Was heißt eigentlich… CT, CCT und CTG? Was heißt eigentlich...?
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Als Hausarzt bekommt man gelegentlich ungewollten Nonsens von Patienten zu hören. Beispielsweise, wenn jemand gern ein CCT von seinem Knie haben möchte oder ein CTG vom Rücken. Das sind dann die Gelegenheiten, bei denen jeder Hausarzt denkt, das müsste man sich alles mal aufschreiben. In diesem Falle habe ich es getan, in vielen anderen verschwinden die unabsichtlichen Späße in der Welt des Vergessens.
Also, ein CT ist ein Computertomogramm und damit die besondere Form einer schichtförmigen Röntgenaufnahme eines bestimmten Körperabschnittes. Genaueres ist in der dreiteiligen Serie „Einmal in die ‚Röhre‘ bitte“ in der Kategorie Heute in der Sprechstunde nachzulesen. weiterlesen
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9 Aug |
Was heißt eigentlich… Katheter? Was heißt eigentlich...?
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Das Wort Katheter ist griechischer Herkunft und bedeutet frei übersetzt „Einführen“. In der Medizin werden Röhrchen oder Schläuche in Hohlorgane, Adern oder Ausführungsgänge eingeführt. Dieser Vorgang dient der Untersuchung oder der Behandlung. Am bekanntesten ist dem Laien sicher der Harnblasenkatheter zur Behandlung der Harninkontinenz. Früher wurde diese Art Katheter ausschließlich über die Harnröhre (Urethra) in die Blase eingeführt. Heutzutage kommt bei zu erwartender Langzeit-Katheterisierung immer häufiger der sogenannte suprapubische Katheter zum Einsatz. Hierbei wird ein Silikonschlauch in eine künstlich zu schaffende Öffnung oberhalb des Schambeins (Os pubis) durch den Unterbauch direkt in die Harnblase eingeführt. Pflegerisch ist dieser Zugang auf Dauer deutlich einfacher und problemloser zu handhaben als ein Harnblasenkatheter über den natürlichen Weg (Infektionsgefahr). weiterlesen
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29 Jul |
Was heißt eigentlich… TEP? Was heißt eigentlich...?
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TEP ist Abkürzung für Total-Endoprothese und bedeutet den vollkommenen Ersatz eines innenliegenden Körperteils durch ein Implantat. Umgangssprachlich wurde die Abkürzung TEP bis vor einiger Zeit einzig für den kompletten künstlichen Ersatz eines Hüftgelenkes benutzt. Inzwischen können auch andere Gelenke und innenliegende Körperteile künstlich ersetzt werden (Knie-, Schulter-, Fingergelenke, Zahnwurzeln). Korrekt müsste man beim Hüftersatz also von einer Hüft-TEP sprechen, im Unterschied zu einer Knie-TEP (auch: KNEP).
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14 Jul |
Was heißt eigentlich… Diabetes mellitus? Was heißt eigentlich...?
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Diabetes kommt aus dem Griechischen und heißt „Durchfluss“. Mellitus ist ein lateinischer Begriff und bedeutet „honigsüß“.
Die Untersuchungsmethoden in der antiken Medizin waren beschränkt. Es gab keine Labors oder Teststreifen, mit denen man beispielsweise den Urin eines Kranken hätte untersuchen können. Gängige Praxis waren deswegen bis in die Neuzeit die Riech- und Geschmacksprobe des Urins. Da nicht behandelte Diabetiker Zucker mit ihrem Urin ausscheiden, schmeckt ihr Urin süß. Darüber hinaus benötigt eine krankhafte Zuckerausscheidung viel Wasser als Transportmittel, dadurch erhöht sich die Urinmenge im Vergleich zu einem Gesunden, daher – „honigsüßer Durchfluss“
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4 Jul |
Was heißt eigentlich… Polio? Was heißt eigentlich...?
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Das Wort „Polio“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „grau“. So, für sich gesehen, sagt dieses Kurzwort wenig aus. Im deutschen Sprachgebrauch steht Polio aber für Poliomyelitis, der sogenannten Kinderlähmung.
Der zweite Wortteil „Myelitis“ setzt sich aus Myelon (Mark) und der Endung “itis” zusammen, die für Entzündung steht. Die Poliomyelitis ist also eine Entzündung des grauen Rückenmarks, ausgelöst durch eine Virusinfektion.
Da in früheren Zeiten (vor der Impfung) die Durchseuchung der Bevölkerung so hoch war, dass man als Erwachsener entweder die Poliomyelits durchlitten oder unbemerkt eine Immunität ausgebildet hatte, betraf die Erkrankung beinahe ausschließlich Kinder. Sie trugen Lähmungen mehr oder minder starken Ausmaßes davon. Deswegen Kinderlähmung. Was nicht heißt, dass man diese Krankheit nicht auch noch im hohen Alter erleiden kann, beispielsweise als ungeimpfter Tourist in Asien.
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28 Jun |
Was heißt eigentlich… RR? Was heißt eigentlich...?
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Die Abkürzung RR wird in der Medizin dem Messwert für den Blutdruck vorangestellt (Beispiel RR 130/80 mmHg). Im medizinischen Jargon wird RR auch als Ersatz für das Wort Blutdruck verwendet. (Beispiel: Wie ist der RR von Frau Meyer? Oder: Der RR von Herrn Schmidt muss noch gemessen werden). RR-Kontrolle in einem Patientenprotokoll bedeutet also Blutdruckkontrolle.
Die Abkürzung RR geht auf den italienischen Arzt Scipione Riva-Rocci zurück (gesprochen Riva-Rotschi). Riva-Rocci erfand die Messung des Blutdrucks mittels pneumatischer Oberarmmanschette und Anstieg einer mit dem System verbundenen Quecksilbersäule, ähnlich der Säule in einem althergebrachten Fieberthermometer. Deswegen auch RR 130/80 mmHg, (Millimeter + chem. Zeichen für Quecksilber).




