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5 Mrz |
Hartz IV macht nicht glücklich Aktuelles
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Viele meiner Artikel beruhen einzig auf der Erfahrung als Hausarzt. Die hausärztliche Sicht ist mir in diesem Fall ganz besonders wichtig. Ich betone das, weil ich kein Interesse daran habe, auf dieser Blogseite parteipolitische Meinungen breitzutreten oder ideologische Sträuße zu fechten. Es geht mir um die ärztliche Sicht zu diesem Thema. Wir Hausärzte haben, im Gegensatz zur Berufsgruppe der Politiker, jeden Tag Gelegenheit zu sehen, wie das Leben derjenigen läuft, die nicht zu den Begünstigten zählen.
Aus zweierlei Gründen:
1. Aus Gründen der Versorgung. Bei älteren, nicht mehr gesunden Arbeitslosen, die keine Aussicht mehr darauf haben, einen Arbeitsplatz zu finden, wird oftmals ausgelotet, welcher Weg in die Existenzsicherung gangbar ist. In diesen Fällen stellt sich die Frage, ob nach Krankengeld und/oder Arbeitslosengeld, Hartz IV die Zukunft ist oder eine Form von Rente. Der Hausarzt spielt in diesen Entscheidungsprozessen eine Rolle.
2. Aus medizinischen Gründen. Weil es Menschen nicht glücklich und zufrieden macht, wenn sie von der letzten Unterstützung, die ihnen der Staat zu bieten hat, leben müssen. Hier geht es nicht in allererste Linie um die Höhe der Bezüge, sondern um die Tatsache, dass man ohne Hilfe des Staates nicht für sich und seine Familie sorgen kann. Wer nicht glücklich und zufrieden ist, wird er leichter krank und geht zum Hausarzt. weiterlesen
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25 Feb |
Dr. med. Kunze ist krank Aktuelles
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In der Februarausgabe der Kolumne “Dr. Kunze hört (nicht) auf” ist der Hausarzt krank. Der Leser erfährt, dass es für das Umfeld durchaus keine einfache Situation ist, wenn ein Arzt selbst krank wird.
Die Geschichte erscheint am 28. Februar 2010. Es wird die 20. Ausgabe in dieser Reihe sein. Dass Dr. med. Anselm Kunze ausgerechnet zu diesem kleinen Jubiläum erkrankt, spricht möglicherweise Bände. Sollte der Zeitpunkt gekommen sein, endlich eine Entscheidung zu treffen? Ich befürchte, es ist mit einem klaren Jein zu rechnen.
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3 Jan |
Neue Geschichte um Dr. med. Kunze Ende Januar Aktuelles
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Ab dem Neuen Jahr erscheinen die Geschichten um Dr. med. Kunze immer am Monatsende. Die nächste Episode um den Hausarzt wird am 28. Januar 2010 veröffentlicht.
In der 19. Ausgabe der Kolumne erhält der Leser wieder ausführlich Einblick in den Ablauf des Praxisalltags eines Hausarztes. Darüber hinaus denkt Dr. med. Anselm Kunze über die Art und Weise wie Medizin heutzutage läuft so intensiv nach, dass der Blogbesucher seine Gedanken verfolgen kann.
Schauen Sie also ab dem 28. Januar 2010 in den Kopf eines Hausarztes, mit der neuen Kolumne um den Allgemeinmediziner Dr. med. Anselm Kunze.
Der andere Hausarzt wünscht all seinen Besuchern ein frohes und gesundes Neues Jahr. Gleichzeitig bedanke ich mich für die regen Besuche (weit über 30.000) und die überwiegend anregenden und wohlmeinenden Kommentare.
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22 Dez |
Neue Diskussion um Numerus clausus Aktuelles
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In der Öffentlichkeit gibt es wiedermal eine Diskussion um den Numerus clausus im Zusammenhang mit dem Medizinstudium. Endlich, kann man da nur sagen. Denn: Ein Ausnahme-Notendurchschnitt im Abitur macht noch lange keinen guten Arzt. Leider dauert diese Diskussion, mehr oder weniger intensiv, schon so lange an wie es den NC gibt.
Allerdings: So sehr ich für die Abschaffung des NC war und bin, so sehr bin ich auch davon überzeugt, dass der Wegfall des NC nicht die Probleme um den Ärztemangel in Deutschland löst. Ein eben approbierter Jungarzt entscheidet ja nicht vor seinem Studium schon, ob er danach ins Ausland gehen wird. Um junge Leute, die in Deutschland Medizin studiert haben, auch in deutschen Krankenhäusern und Praxen zu halten, braucht es mehr als die Abschaffung des NC. Dieses wäre nur ein erster Schritt, der allerdings, wenn er richtig gegangen würde, positive Wirkung auf die Jungmediziner in Deutschland haben könnte. Mein Vorschlag wäre deswegen ein weiterlesen
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15 Dez |
Antibiotika helfen nicht gegen Schweinegrippe… Aktuelles
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…und andere Virusinfekte. Es ist völlig sinnlos, die zur Zeit kursierenden Erkältungskrankheiten mit einem Antibiotikum heilen zu wollen. Es handelt sich um Virusinfekte und Antibiotika helfen nicht gegen Viren. Sie kürzen deswegen auch die Krankheitsdauer nicht ab. Im Gegenteil - Penicillin und Co. können sogar zur weiteren Verschlechterung führen, weil sie Mund- und Darmflora zerstören.
Es ist ein Trugschluss zu glauben, es gäbe auch nur ein einziges ursächliches Medikament gegen all die jährlich wiederkehrenden grippalen Infekte. Es gibt keins! Was es gibt, sind allesamt Arzneien zur Linderung der Symptome, wie Kopfschmerz, Fieber, Husten, verstopfte Nase und anderes mehr. Mehr kann ein Hausarzt auf diesem Gebiet nicht tun. Die beste Therapie eines grippeähnlichen Infekts oder einer echten Grippe, der „normalen“ oder der Schweinegrippe, ist immer noch, sich Ruhe zu gönnen. Viel schlafen, viel trinken und, so Appetit vorhanden, vitaminreiche Kost essen sind wichtige Hilfen für das Immunsystem. Eine echte, ursächliche, hausärztliche Therapie wäre demzufolge, eine Arbeitsunfähigkeit für Arbeitnehmer auszustellen. weiterlesen
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1 Dez |
Weihnachtszeit bei Dr. med. Kunze Aktuelles
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Am 8. Dezember erscheint die Weihnachtsausgabe von Dr. Kunze hört (nicht) auf. Auch an Dr. med. Anselm Kunzes Praxis geht die Advenszeit nicht spurlos vorüber. Weihnachtsschmuck, Geschenke all das spielt beim Hausarzt eine Rolle in dieser Zeit. Wer möchte kann in der 18. Folge Es weihnachtet sehr ein wenig Kerzenduft schnuppern und lesen, dass nicht jeder von der besinnlichen Stimmung des Hausarztes profitiert.
Die 17 bisher erschienen Geschichten aus der Reihe sind unter dem Thema Kolumne des Monats nachzulesen.
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19 Nov |
Schweinegrippen-Virus ist ein Killer… Aktuelles
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…aber nur was die Zeit betrifft.
50 Millionen Impfdosen gegen das Schweinegrippen-Virus sind von der Bundesregierung bestellt worden. Man stelle sich nur einmal vor, die würden tatsächlich gebraucht und verbraucht werden. Abgesehen vom Lieferengpass wäre das ein Riesen-Zeitproblem.
50 Millionen Impfungen verbrauchen pro Impfung, sagen wir mal 5 Arzt-Minuten und 5 Assistenz-Minuten. Das ist äußerst knapp kalkuliert, denn darin enthalten sind Zeitfresser, wie Impfberatung, Aufklärung über Nebenwirkungen und die Impfung selbst. Dazu kommt Verwaltungsaufwand wie: Listenführung für Impfwillige, Bestellung des Impfstoffes, Lagern, Aufruf zur Impfaktion, Vorbereitung des Impfaktes, Dokumentieren der Impfung und Abrechnung auf dem Krankenschein. weiterlesen
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3 Nov |
PR-Offensive für Impfung gegen Schweinegrippe Aktuelles
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Jetzt wird um die Euros gekämpft und viele machen mit.
Dem drohende Milliarden-Verlust im Zusammenhang mit nicht verbrauchten und verfallenden Impfseren gegen Schweinegrippe wird jetzt mit einer gewaltigen PR-Maschinerie gegen gehalten. Niemand weiß mehr, was man noch glauben kann. Infos purzeln munter durcheinander und auch dieser Artikel wird kein schlüssiges Resultat bringen. Nur eines ist sicher, auf welche Weise Informationen übermittelt werden, dafür haben die Amerikaner ein wunderbares Wort, das unserem deutschen Wort Humbug deutlich überlegen ist: bullshit. Hier ein paar Schlagworte, die so zusammengestellt, zumindest zum Überlegen anregen sollten. weiterlesen
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22 Okt |
Vorsicht Carotis-Stenose! ff Aktuelles
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Die Rückmeldungen auf meinen Artikel über die Carotis-Stenose veranlassen mich zu einer kleinen Ergänzung, weil meiner Meinung nach Aufklärung die klassische Aufgabe eines Hausarztes ist.
1. Wie kommt es zur Untersuchung der Carotiden (Mehrzahl von Carotis)?
Nicht ganz zu Unrecht kam die Frage auf, dass die technische Untersuchung der Halsschlagader Gründe haben muss, also Beschwerden vorangegangen sein müssen. Ich würde sagen: Gründe - ja, Beschwerden - möglichlicherweise.
Beschwerden von Patientenseite, die gegenüber dem Hausarzt zum Untersuchungswunsch führen, sind häufig Schwindel und Vergesslichkeit. Beide Symptome haben mit einer Durchblutungsstörung der Carotis wenig zu tun. Schwindel ist, wie ich schon schrieb, ein Symptom aus dem Bereich der hinteren Nackenblutgefäßversorgung - hat also nichts mit der Carotis zu tun. Vergesslichkeit ist, wenn sie überhaupt von Durchblutungsstörungen verursacht wird, ein mikroangiopathisches Symptom - also ein Problem der mikroskopisch kleinen Blutgefäße. Die Carotis hat aber das Kaliber eines Bleistiftes. weiterlesen
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18 Okt |
Vorsicht Carotis-Stenose! Aktuelles
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Der heutige Artikel könnte ebensogut Teil 3a der Mini-Serie Wer fängt an? sein. Am Ende dieser Zeilen wird der Leser merken, dass der Aufruf zur Vorsicht im Titel ganz anders gemeint ist, als er sich auf den ersten Blick anhören mag. Gemeint ist jedenfalls nicht der ängstlich-besorgte Aufruf eines Hausarztes wegen einer generell schweren Erkrankung.
Für alle Laien: Eine Carotis-Stenose ist eine Verengung der Halsschlagader. Ähnlich wie bei einem Herzkranzgefäß wird der Grad einer Stenose in Prozent gemessen. Ist eine Stenose fünfzig prozentig, bedeutet das, es fließt nur noch halb so viel Blut wie einmal vorgesehen durch dieses Gefäß.
Carotis = vordere Halsschlagader
Es gibt zwei vordere Halsschlagadern, auf jeder Seite unseres Halses eine. Sie teilen sich auf in wiederum zwei Teile - einen äußeren und einen inneren. Der äußere Teil sorgt für die Blutversorgung der äußeren Anteile unseres Kopfes, der zweite Teil, der innere (Carotis interna), versorgt große Teile unseres Gehirnes mit Blut. Um diesen Teil geht es, wenn man sich um den Durchfluss der Carotis sorgt. Eine 100%ige Stenose wäre somit eine Katastrophe?! Weil kein Tropfen Blut auf der vollkommen verstopften Seite mehr fließt? Massiver Schlaganfall wäre die Folge. Denkt man. weiterlesen




