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31 Jul |
Normalgewicht schont auch den Rücken anderer! Heute in der Sprechstunde
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Normale Hausarzt-Woche geht zu Ende
Der Zufall (oder ist es kein Zufall?) wollte es, dass ich diese Woche allein vier Patienten der helfenden Zunft arbeitsunfähig schreiben musste. Alle vier klagten über Beschwerden in der Wirbelsäule. Das wäre an sich nichts Besonderes, denn viele Deutsche leiden an Schmerzen im Bereich ihrer Wirbelsäule. Besonders war in diesem Fall, dass diese vier speziellen Patienten sich jeweils akute Schmerzen zuzogen, weil sie selbst Patienten geholfen hatten.
Eine Intensivschwester hatte sich beim Umlagern (Rücken waschen, Bett neu beziehen) eines stark übergewichtigen Patienten den Rücken “verknackst” und konnte kaum noch Luft holen (BWS-Blockade).
Ein Krankenpfleger wollte einen adipösen Schlaganfallpatienten aus dem Rollstuhl heben - Hexenschuss!
Ein Krankenwagenfahrer Sanitäter verhob sich unglücklich, als er mit einem Kollegen eine massiv übergewichtige Frau aus deren Wohnung in den Krankenwagen tragen wollte.
Eine Krankenschwester auf einer bauchchirurgischen Station wollte helfen, einen extrem adipösen Patienten durch die OP-Schleuse zu hieven - Hexenschuss!
Diese Bespiele aus einer normalen Woche Hausarzt-Leben zeigen, dass Übergewicht nicht nur einem selbst schaden kann, sondern auch denjenigen, die sich im Krankheitsfall um einen kümmern (müssen).
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28 Jul |
Jetzt an Schweinegrippe erkranken - besser geht’s nicht?! Aktuelles
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Gedanken gegen die Angst
Wer zwar noch keine Schweinegrippe hat, sich aber von der Panikmache der Medien und Impfindustrie anstecken lässt, den könnten folgende Zeilen eines einfachen Hausarztes vielleicht beruhigen.
Bauen wir eine Gedankenkette gegen die Panik auf:
1. Die Menschheit wartet auf den nächsten Grippeimpfstoff. Dieser soll auch vor dem Schweinegrippen-Virus schützen.
2. Das Schweinegrippen-Virus ist bislang ein recht harmloser Vertreter seiner Zunft, erkennbar an den leichten Symptomen, die durch eine Infektion ausgelöst werden. Die Haupt-Panikmache gilt seinen zukünftigen Mutationen, deren Gefährlichkeit reine Spekulation sind.
3. Die zukünftigen Mutationen sollen endlich das in Erfüllung gehen lassen, was der Epidemiloge Tom Jefferson im SPIEGEL-Interview von letzter Woche (Nr. 30/20.07.09) “Die Sehnsucht nach der Pandemie” nennt. Denn eigentlich ist eine Pandemie nicht das, als was sie in Bezug auf den derzeitigen Schweinegrippen-Virus bezeichnet wird. Zum Begriff der Pandemie gehörte bislang auch die Schneise der Verwüstung, sprich Massensterben, die eine Mikrobe hinter sich ließ. Hier hat offenbar die WHO ihre eigenen Vorgaben extra für das Schweinegrippen-Virus geändert! Es reicht die Ausbreitung, das Lebensgefährliche tritt in den Hintergrund!
4. Zukünftige Impfungen beruhen auf dem derzeitigen Stand der Virusforschung, also auf dem Zellaufbau des Erregers von vor einigen Wochen. Wie immer wird auch dieses Jahr die Grippeimpfung den aktuellen Mutationen hinterherhinken, weil der Erreger der Grippe sich wie üblich ständig verändert. Diese Veränderungen sind es ja, die aus dem harmlosen Schweinegrippen-Virus erst eine Bestie machen sollen.
Aus dieser bisherigen Gedankenkette folgt logischerweise:
5. Das Beste, was einem in Vorbereitung auf eine zukünftige wirkliche Pandemie passieren kann, ist eine Ansteckung jetzt - heute. Denn:
Die Virusgeneration, mit der wir uns jetzt anstecken, ist harmlos und auf jeden Fall jünger, als diejenige, die in den Labors zur Entwicklung des Impfstoffs benutzt werden. Darüber hinaus ist eine durchgemachte Infektion im Schnitt effektiver als eine Impfung, was die Immunität angeht.
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25 Jul |
Quarantäne wird durch Händewaschen abgelöst Aktuelles
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Die neueste Nachricht von der “Schweinegrippen-Front” lautet:
Plan A ist nicht durchführbar, Plan B soll jetzt greifen.
Auf Deutsch: Alle Kranken zu isolieren, ist auf Grund der Zahl der Neuinfektionen in Deutschland nicht mehr möglich. Es sind zu viele. Die Quarantäne-Anweisungen werden aufgegeben und durch allgemeine Maßnahmen ersetzt.
Man soll nicht unter die Leute gehen, wenn man die Schweinegrippe hat und man soll möglichst Menschenansammlungen meiden, um sie nicht zu bekommen. Darüberhinaus wird Händewaschen alle drei Stunden empfohlen. Von Empfehlungen in Richtung Tamiflu ist nichts mehr zu hören und zu lesen. Sie ist ja auch Unsinn, da die Schweingrippe lediglich eine leichte Form der Erkältung darstellt. Was soll man dann mit so einem Hammer. Aber der Verkauf lief und läuft gut.
Die Lage entspannt sich also, weil sie nicht mehr beherrschbar ist. Welche Logik! Wunderbar! Aber ein gefährlicher Keim wurde längst im Volk gesetzt - der Keim der Angst.
Schon heute rennen mir Patienten die Türen ein, weil sie gegen Schweinegrippe geimpft werden wollen. Manche wollen in Unkenntnis der Tatsachen sofort geimpft werden, andere weisen explizit daraufhin, dass ich ja schon lange ihr Hausarzt sei, und ich ja wüsste, dass sie chronisch krank seien, sie also zur bevorzugten Impfgruppe gehören. Ich freue mich schon auf den Kampf am Empfangstresen und in meinen Sprechzimmern, wenn denn im Herbst der Impfstoff geliefert wird. Ich bin sicher, er wird für alle reichen, aber ich bin auch sicher, dass die Darstellung einer Verknappung den Umsatz anheizt.
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23 Jul |
Indien in Buchform ist und bleibt aktuell Indien
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Frei nach dem Motto “Lesen ist Abenteuer im Kopf” bleibt Indien eines der ”Lieblings-Abenteuer” von Schriftstellern und Lesern. Ob aus Indien stammende Autoren, wie Vikram Chandra (Der Gott von Bombay), Amitav Gosh (Das mohnrote Meer) und die immer aktuelle Arundhati Roy; oder der Amerikaner John Irving (Zirkuskind) und zuletzt der Brite Tim Parks mit seinem neuesten Werk “Träume von Flüssen und Meeren”, stets tauchen von Neuem herrliche “Schinken” über das letztlich nicht beschreibbare Indien in der Bücherwelt auf. Es ist spannend und unterhaltsam, dass eine Beschreibung immerwieder versucht wird, denn nicht jeder Leser ist in der Lage, dieses einzigartige Land selbst zu bereisen. Indien ist eine Welt, ist ein Mythos, ist ein politisches und religiöses Rätsel und eine doch so beständige Demokratie.Â
Der Reiseroman Namaste Indien! von Wolf-Peter Weinert (Der andere Hausarzt) hat sicher nicht den Anspruch der vorgenannten Autoren, aber sein Buch über Indien ist offenbar eine gewünschte Mischung aus Reisebericht und Abenteuergeschichten. Namaste Indien! ist ein Reiseroman, der Teil der Sonderausstellung books on india der Frankfurter Buchmesse 2006 war und sich zum Longseller entwickelt hat.
Der Autor ist selbst ein halbes Jahr durch Indien gereist, vom Kap Komorin im Süden bis in die Bergwelt von Ladakh. Jahre später ist ein Buch voller Abenteuer und Geschichten entstanden. Der Leser kann auf unterhaltsame Weise den Subkontinent Indien näher kommen. Ein Glossar, das die wichtigsten Begriffe erklärt und zwei Landkarten unterstützen das Verständnis. weiterlesen
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20 Jul |
Norman Stadler im Gespräch mit Dopingsündern Aktuelles
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Norman Stadler war am Montag, dem 13. 7. 2009 Gast in der Sendung Blickpunkt Sport auf Bayern 3. Zunächst war er allein im Gespräch mit Moderator Wolfgang Nadvornik. Auf diesen Teil der Sendung bin ich in meinem Artikel vom 17. Juli 2009 eingegangen. (Link zur Sendung hier)
Teil II
Richtig zur Sache ging es in der oben genannten Sendung als zwei weitere Gäste Platz nahmen: die ehemalige Triathletin Lisa Hütthaler aus Österreich und der deutsche Radrennfahrer Jörg Jaksche, ebenfalls im „Ruhestand“. Beide, Hütthaler wie Jaksche sind in ihrem Sport des Dopings überführt worden. Beide haben daraufhin mehr oder weniger bereitwillig gestanden, umfassend und vergleichsweise schonungslos. Jaksche, weil er in die Kronzeugenregelung wollte und Hütthaler, weil sie einfach nicht mehr lügen konnte.
Ich will hier nicht den gesamten Wortlaut des Vierergeprächs wiedergeben, den kann sich jeder selbst auf br-online anhören und ansehen. Und ansehenswert ist der Clip allemal. weiterlesen
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17 Jul |
Norman Stadler – neue Strategien im Kampf gegen Doping Aktuelles
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Die Sendung Blickpunkt Sport am Montag, dem 13. 7. 2009 auf Bayern 3 hat gezeigt, wie informativ und interessant Talkshows auch heutzutage noch sein können, wenn sich Sender und Gastgeber darum bemühen. Der Blickpunkt Sport vom Montag jedenfalls, war spannend wie ein Krimi und ging wohltuend ernsthaft zur Sache.
Teil I
Der Moderator Wolfgang Nadvornik hatte Deutschlands Top-Triathleten Norman Stadler eingeladen. Der 2-fache Ironman-Sieger von Hawaii kämpft für einen sauberen Sport. Das tun viele, könnte man sagen, aber Norman Stadler ist einer der wenigen, die auch Taten folgen lassen. Ein nicht unerheblicher Teil der Sponsorengelder seines Teams fließt in zusätzliche, freiwillige Dopingkontrollen. Er und seine Mannschaftskameraden verdoppeln die Zahl der Kontrollen auf eigene Initiative. Die offiziellen Kontrollen reichen nicht, sagt Stadler und beinahe täglich kann man lesen und sehen, wie Recht er hat.
Aber das ist noch nicht alles.
Stadler fordert den gläsernen Athleten weiterlesen
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10 Jul |
Was heißt eigentlich…Glykämische Last? Was heißt eigentlich...?
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Die Glykämische Last (GL) ist ein Wert, der dem bereits beschriebenen Glykämischen Index (GI, Glyx) eine praktische Bedeutung gibt. Dieser Beitrag baut auf dem vom 23. Juni 2009 auf Der andere Hausarzt auf.
Qualität und Quantität von Kohlenhydraten
Im Alltagsleben hilft es nicht viel weiter, wenn man weiß, dass eine bestimmte Sorte Kohlenhydrate (Einfach-Zucker, Doppel-Zucker, Stärke) eine bestimmte Blutzuckerreaktion auslöst. Sich nur darum zu kümmern, hieße nur die Qualität der Kohlenhydrate zu berücksichtigen. Mindestens ebenso wichtig ist im Zusammenhang mit der täglichen Nahrungsaufnahme, wie einem der normale Menschenverstand bereits sagen kann, die Menge der Kohlenhydrate. Es zählen also Qualität die Quantität. weiterlesen
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6 Jul |
Dr. Kunze hört (nicht) auf 13 Kolumne des Monats
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Juli 2009
Impfungen
Hausarzt Dr. med. Anselm Kunze sah die zwölfjährigen Zwillingsmädchen bauchfrei und mit einem sonderbaren Lichtreflex auf ihren Schneidezähnen vor sich sitzen und wusste wieder einmal, dass er hoffnungslos alt wurde. Mit über sechzig war er anscheinend in seiner Praxis ungefähr so up to date wie Huflattichtee als Mittel gegen Husten. Staubte es inzwischen aus seinem weißen Kittel?
Chayenne (Tschei-änn) und Jaqueline (sagen Sie ruhig Djäckie) saßen mit ihrer Mutter vor ihm, und es ging wieder einmal um das Thema Impfschutz. Die beiden Demnächst-Teenager hatten zusammen schon rund achtzig Impfungen hinter sich. Dr. Kunze hatte nachgezählt. Es waren nicht achtzig Injektionen gewesen, wegen der heutzutage üblichen Mehrfachimpfungen, aber das spielte keine Rolle. Achtzig Impfungen! Und er war derjenige gewesen, der diese Impfungen verabreicht hatte. War das richtig?
Und worum ging es heute?
Um Impfungen! Natürlich.
Dr. Kunze ließ sich in die Lehne zurückfallen. Er ahnte, was kommen würde. Und richtig! In Sachen Vorahnungen oder Einschätzung seiner Pappenheimer war er noch immer ein Ass.
„Ich wollte meine Girlies gegen diese Geschlechtskrankheit impfen lassen.“
Was Frau Schröder meinte, war eine Impfung gegen den Erreger der Feigwarzen im Genitalbereich. Wenn auch durch Geschlechtsverkehr übertragbar, handelte es sich doch nicht um eine Geschlechtskrankheit im engeren Sinne. Nach Erkenntnis der Wissenschaft traten die so genannten Papilloma-Viren häufiger bei Frauen auf, die Geschlechtsverkehr hatten, als bei jenen, die in dieser Hinsicht abstinent lebten. Die von den Viren verursachten Feigwarzen wiederum galten inzwischen als mögliche Präkanzerose für das Zervixkarzinom, auf Deutsch: als eine Vorstufe für den Gebärmutterhalskrebs.
Was für ein wunderbares Resultat der Forschung, jedenfalls für die Pharmaindustrie, die ein Serum gegen Papilloma-Viren entwickelt hatte, dachte der altgediente Hausarzt. Längst erschien ihm der Vertrieb dieses neuen Impfstoffes wie eine willkommene Lizenz zum Gelddrucken.
Oder war seine kritische Einstellung zu derlei Dingen nur eine weitere Ausdünstung aus seinem verstaubten Kittel? Dr. Kunze widerstrebte es, eine Impfung zu verabreichen, die den Anschein erweckte, damit sei hinsichtlich Geschlechtskrankheiten und Unterleibskrebs alles getan, was zu tun sei. Zudem sollten diese Impfungen vor dem ersten Geschlechtskontakt gespritzt werden, damit sie optimal nützten. Was für ein Geschäft…
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Möchten Sie wissen, wie es mit Dr. med. Anselm Kunze weiter geht?
Hausarzt Dr. Kunze hört (nicht) auf - erscheint am 12. November 2010 als Taschenbuch im Verlag Leben&Schreiben zu einem Verkaufspreis von 12,- Euro.
Vorbestellen lohnt sich! Subskriptionspreis 10,- Euro
Wer bis zum 11. November 2010 einen 10-Euro-Schein an Leben&Schreiben, Am Rießel 12, 29549 Bad Bevensen einsendet, dem wird das Buch sofort nach Erscheinen kostenfrei zum Subskriptionspreis zugeschickt. Absender nicht vergessen!
Alles über Hausarzt Dr. Kunze als E-Book, siehe hier
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2 Jul |
Zecken, Borreliose, FSME und Co. (4) medizinisches Wissen für Jedermann
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FSME (Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis = Früh-Sommer-Hirnhaut-Gehirn-Entzündung)
Man könnte einen Artikel über FSME so beginnen:
• Das FSME-Virus befällt Gehirn und Hirnhaut
• Die Krankheit ist nicht behandelbar
• Lähmungen und andere Nervenausfälle können die Folge sein
• Die Krankheit kann tödlich verlaufen
• Eine Impfung kann Leben retten
Man könnte einen Artikel über FSME aber auch so beginnen:
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