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29 Mai |
Hausarzt Dr. Kunze ist perplex Aktuelles
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Am 4. Juni erscheint eine neue Kolumne aus der Reihe Dr. Kunze hört (nicht) auf. Der Leser erfährt in dieser Folge, dass ein Patient für seinen Hausarzt durchaus eine mentale Übung sein kann. Außerdem wird Hausarzt Dr. med. Kunze in dieser Folge klar, dass er noch gar nicht aufhören kann. Im Gegensatz zu dem, was er bisher immer geglaubt hat, hat er längst noch nicht alles erlebt, was ein langjähriger Arzt erleben kann. Es gibt immer noch Neues. Lesen Sie dazu mehr in der nächsten Woche.
Alle bisher erschienenen Geschichten dieser Serie sind nachzulesen unter dem Thema Kolumne des Monats.
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26 Mai |
Verschreibungspolitik am Beispiel von Simvastatin Aktuelles
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Simvastatin ist ein Mittel, das den Cholesterinspiegel senkt. Der Effekt ist bei jedem Menschen unterschiedlich stark, aber unbestritten. Zweifelhaft ist eher, ob ein Cholesterinspiegel gesenkt werden muss und wer, wie, welche Richtgrößen ermittelt. Je strenger der Oberwert gehandhabt wird, um so mehr Bevölkerungsanteil ist “krank” und um so mehr fettsenkende Medikamente können umgesetzt werden. Aber stellen wir dieses Problem zurück. Es gibt neuerdings ein ganz anderes Problem mit den Cholesterinsenkern und in diesem Zusammenhang ist das Beispiel Simvastatin nur eines von vielen.
Verschreibungsfähigkeit von Simvastatin ist beschränkt worden.
Bislang wurde die eindeutige Marschroute für uns Hausärzte ausgegeben, dass ein erhöhter Cholesterinwert behandelt werden sollte, je nach Höhe und Bedeutung auch medikamentös. Richtgrößen für einen behandlungsbedürftigen Cholesterinspiegel gab und gibt es viele, hier seien nur einige aufgezählt:
200 + Alter, auf jeden Fall unter 200, höchstens 250, über 300 ist katastrophal und, und, und. Hierbei ist die Trennung von “gutem” und “schlechtem” Cholesterin noch gar nicht berücksichtigt. Alles in allem ist Simvastatin zu einem Rezeptschlager unter den Medikamenten geworden. Seit dem 1.4.09 gibt es neue Verschreibungsrichtlinien, die unter anderem auch das Simvastatin betreffen. Da heißt es frei zusammengefasst: weiterlesen
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21 Mai |
Interessiert sich jemand für ärztliche Honorarabrechnung? Aktuelles
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Das Thema Geld in Zusammenhang mit dem Beruf Arzt hängt sicher den meisten Patienten und vielen Ärzten langsam zum Hals heraus. Deswegen gibt’s hier keinen weiteren Jammerartikel, sondern ein paar möglichst sachliche Informationen.
Das ärztliche Honorarabrechnungssystem seit dem 1.1.2009
Der Hausarzt staunt, der Kaufmann wundert sich (warum erst jetzt?). Seit dem 1. Januar 2009 wird das Abrechnungssystem für Ärzte vom Kopf auf die Füße gestellt. Zumindest wird es versucht. Das System kippelt noch und hat gute Chancen auf die Nase zu fallen. Aber das bleibt abzuwarten.
Die Honorarabrechnung der Ärzte hat sich seit dem Beginn dieses Jahres komplett geändert. Davon wissen Patienten nichts. Das soll sich mit diesem Artikel ändern. Patienten, die sich für die Sorgen und Nöte ihres Hausarztes interessieren, lesen hier weiter, die anderen haben vielleicht Besseres zu tun. Keine Angst: Dieser Artikel wird keiner der üblichen Jammertexte zum Thema Hausarzt-Honorar mit von Tränen verwischten Buchstaben. Der Text stellt eine möglichst objektive Information zum Thema Honorarabrechnung dar. Der andere Hausarzt ist mit seinen Einkünften zufrieden, nur nicht mit den Umständen, wie er an diese gelangt. weiterlesen
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17 Mai |
Unsinn “Tamiflu” entlarvt Aktuelles
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Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Im Spiegel Nr. 20/2009 erklärt ein angesehener Pharmakologe, dass Händewaschen effektiver gegen Ansteckung mit dem Grippevirus hilft als die Einahme von Tamiflu. Danke! Danke, für diese Offenheit und Klarheit und danke, für den offensichtlichen Verzicht auf Pharma-Sponsering bei diesem Spiegel-Interview.
Als alter Werder-Fan freut es mich, dass dieses selten offene Interview gegen den Tamiflu-Unsinn aus Bremen kommt. Professor Dr. med. Bernd Mühlbauer ist Direktor des Instituts für Klinische Pharmakologie am Klinikum Bremen Mitte.
Hier einige Quintessenzen aus dem Interview: weiterlesen
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14 Mai |
Alkoholsucht…(6) Alkoholsucht
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…ist eine Krankheit, die im Falle des fortgesetzten Missbrauchs zum Tode führt.
Im letzten Artikel wurden die direkten und indirekten Folgen der alkoholischen Lebererkrankung beschrieben. Die meisten anderen Organe des menschlichen Körpers leiden ebenfalls mehr oder weniger unter den Folgen einer anhaltenden Vergiftung. Besonders erwähnt seien die Bauchspeicheldrüse, das Herz und das Gehirn.
Bauchspeicheldrüse (Pankreas)
Was die alkoholbedingte Schädigung der Bauchspeicheldrüse betrifft, ist hier besonders die akute Entzündung des Organs gefürchtet (Pankreatitis). Die Pankreatitis kann so vehement verlaufen, dass sie medizinisch nicht beherrschbar ist und tödlich endet. Die Drüse staut sich selbst an, was zum Untergang von Organteilen führt, die chirurgisch entfernt werden müssen. Bei dieser sogenannten nekrotisierenden Pankreatitis ist ärztliches Handeln oft nur noch verzweifelter Aktionismus, die Überlebensrate niedrig. weiterlesen
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11 Mai |
Laufseminar-Teilnehmer meistern 4.7 km Aktuelles
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Im Februar erschien an dieser Stelle ein Artikel über das Laufseminar von 0 auf 4,7.
Heute fand nun der 20. Ilmenaulauf in Bad Bevensen statt. Bei strahlend schönem Wetter waren über 700 Läufer am Start. Ein tolles Jubiläumsfest, bei dem Kaiser Wilhelm I. im historischen Kostüm den Startschuss mittels Kanonenböller abfeuerte, Breakdancer den Zuschauern mit akrobatischen Übungen den Atem raubten und erstmals das Maskottchen Ilmesau (Wildschwein) leibhaftig durchs Rosenbad hüpfte und sprang.
Für die Laufanfänger vom Januar war die Veranstaltung ebenfalls ein voller Erfolg. Alle meisterten die Strecke von 4.7 km in erstaunlichen Zeiten und sehr fröhlich in ihren leuchtend blauen Laufshirts von Leben&Schreiben. Ein herzlicher Glückwunsch geht an die Seminarleiterin Bettina Schomerus-Weinert, so eine erfolgreiche, fast schon verschworene Gemeinschaft geformt zu haben.
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9 Mai |
Über 10.000 Besuche beim Hausarzt Aktuelles
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Normalerweise macht ein Hausarzt Hausbesuche, aber im Falle des Blogs Der andere Hausarzt ist es umgekehrt - der Hausarzt empfängt Besucher. Über 10.000 sind es seit August letzten Jahres. Eine tolle Zahl mit tollen Gelegenheiten über Keywordanalyse, Kontakten zu anderen Bloggern und durch Kommentare von Besuchern, Anregungen und Wünsche zu erfahren.
Im Falle des Blogs Der andere Hausarzt ist natürlich Hausarzt das wichtigste Keyword, gefolgt von aut idem und Bluthochdruck.Â
Kommentiert werden am häufigsten Artikel mit gesundheitspolitischem Inhalt. Erreicht wird die website selbstverständlich mit Abstand am häufigsten über google, aber auch andere Suchmaschinen spielen eine Rolle.
Erfreulich sind Kontakte zu anderen bloggenden Ärzten mit teilweise sehr unterhaltsamen websites, wie monsterdoc, medizynicus und landarsch (für die Namen kann ich nix).
Auf jeden Fall geht’s für mich weiter und bei einem Durchschnitt von zuletzt deutlich über 100 Besuchen pro Tag, kann nicht alles falsch gewesen sein.Â
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7 Mai |
Alkoholsucht…(5) Alkoholsucht
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…ist eine Krankheit, die im Falle des fortgesetzten Missbrauchs zum Tode führt. Im letzten Artikel dieser Serie wurde in diesem Zusammenhang auf das Leberversagen im Endstadium der Zirrhose hingewiesen. Die Verfettung und schließlich narbige Veränderung der Leber hat aber nicht nur Folgen im Sinne ihrer versagenden Funktion. Verfettung und Zirrhose führen zu teils abnormer Vergrößerung des Organs (mit immer weniger funktionierendem Gewebe). Diese Vergrößerung führt dazu, dass der Blutfluss durch die Leber behindert wird. Das hat insofern fatale Auswirkung, als dass jeder Tropfen Blut, der durch unseren Kreislauf fließt, auch durch die Leber muss. Es kommt, wie es immer kommt, wenn ein Fluss behindert wird, es entsteht ein Stau. Der Körper versucht den fortschreitenden Stau zu kompensieren, indem er Umgehungsabflüsse aktiviert. Dies sei am Beispiel des Straßenverkehrs bildlich erklärt:
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4 Mai |
Dr. Kunze hört (nicht) auf 11 Kolumne des Monats
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Mai 2009
Die Blutentnahme
Hausarzt Dr. med. Anselm Kunze betrat das Sprechzimmer. Vor seinem Schreibtisch saß Herr Brockmann und wartete. Auf dem Schreibtisch stand ein Tablett mit verschiedenen Röhrchen. Der Patient war also wegen einer Blutentnahme da. Im Falle von Herrn Brockmann war das keine einfache Angelegenheit.
Der Patient litt unter Rheuma im fortgeschrittenen Stadium mit entsprechend starker Medikation. Seine Blutwerte mussten spätestens alle vier Wochen kontrolliert werden, damit Nebenwirkungen der Medikamente auf Blutbild und Leber sofort erkannt wurden.
Patient Brockmann war von Natur aus nicht mit markanten Armvenen ausgestattet, aber jetzt nach Jahren wiederholter Blutanalysen, Infusionen und Injektionen war er zum so genannten Koryphäenkiller geworden, was Venenpunktionen betraf: Selbst die versierteste Krankenschwester und der erfahrenste Arzt verzweifelten an Herrn Brockmanns Adern. Und der Patient litt. Manchmal wurde er vier oder fünf Mal gestochen und trotzdem war kein Tropfen Blut gewonnen. Am Ende bedeutete das für den armen Herrn Brockmann, er musste sich auf die Liege begeben und eine Leistenvenenpunktion über sich ergehen lassen.
Aber Hausarzt Dr. Kunze ließ sich nicht beirren. Er legte den Stauschlauch an den rechten Oberarm, zog ihn gerade so fest zu, dass zwar Blut in den Arm strömen konnte, aber der Abfluss über die Venen behindert war. Er bat den Patienten die Faust zu öffnen und zu schließen.
„Das hat doch keinen Zweck. Ich kann mich doch gleich dahinlegen.“
Herr Brockmann wies auf die Untersuchungsliege.
„Nicht so pessimistisch, Herr Brockmann. Erlauben Sie mir doch noch einen Versuch am Arm.“
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Möchten Sie wissen, wie es mit Dr. med. Anselm Kunze weiter geht?
Hausarzt Dr. Kunze hört (nicht) auf - erscheint am 12. November 2010 als Taschenbuch im Verlag Leben&Schreiben zu einem Verkaufspreis von 12,- Euro.
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Wer bis zum 11. November 2010 einen 10-Euro-Schein an Leben&Schreiben, Am Rießel 12, 29549 Bad Bevensen einsendet, dem wird das Buch sofort nach Erscheinen kostenfrei zum Subskriptionspreis zugeschickt. Absender nicht vergessen!
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