|
29 Mrz |
Das Gerede um Arzthonorare nervt langsam Aktuelles
|
Ich weiß nicht, wie es vielen meiner Hausarztkollegen geht, aber mich nervt der Streit im Gesundheitswesen, der sich ausschließlich um die Höhe der Arzthonorare zu drehen scheint. Mein Schwerpunkt läge da an ganz anderer Stelle.
Für meinen Teil kann ich behaupten: Ich bräuchte keinen Cent mehr, würde sogar auf Honorar verzichten, wenn endlich eine übersichtliche und einfache Honorarabrechnung verabschiedet würde. weiterlesen
|
28 Mrz |
Am 2. April praktiziert Hausarzt Dr. Kunze wieder! Aktuelles
|
Eine neue Kolumne über Hausarzt Dr. med. Anselm Kunze erscheint am 2. April. Ein kleines Jubiläum ist dann zu feiern. Es wird bereits die 10. monatliche Kolumne sein, alle nachzulesen unter dem Thema Kolumne des Monats.
Dieses Mal darf Hausarzt Dr. Kunze erfahren, dass ein schlechter Morgen nicht unbedingt auf einen schlechten Tag weist.
|
25 Mrz |
Alkoholsucht…(Teil 1) Alkoholsucht
|
…ist eine Krankheit, deren vorderstes Problem darin besteht, als professionell therapiebedürftige Krankheit erkannt zu werden. Diese Einsicht betrifft vor allem den Patienten selbst, darüber hinaus aber auch seine nähere Umgebung wie Familie, Freunde, Arbeitskollegen und manchmal sogar den betreuenden Hausarzt.
Hilfe kann schaden
Während bei fast allen anderen Erkrankungen selbst vordergründige Hilfe häufig eine Stütze für den Erkrankten und seine nähere Umgebung sein kann, bewirkt die Hilfsbereitschaft von Verwandten und Bekannten im Falle der Alkoholkrankheit sehr häufig das Gegenteil. Das Erkennen und Benennen der Krankheit, sowie die notwendige medizinische Therapie werden hinausgezögert.
Die wesentlichen Vokabeln in diesem Zusammenhang sind: abwarten, verharmlosen, verdrängen, wegsehen, Fehleinschätzung, Scham, Mitleid, Angst, Wut, Ekel und Selbstekel. weiterlesen
|
21 Mrz |
Was heißt eigentlich…Rekonvaleszenz? Was heißt eigentlich...?
|
In der Medizin ist Rekonvaleszenz die Phase nach einer Krankheit, in der Körper und Geist wieder erstarken.
Die Genesung ist zunächst das vorrangige Ziel des Kranken. Aber ist eine Krankheit überstanden, heißt das noch nicht, dass der seelische und körperliche Zustand von vor Beginn der Erkrankung wieder hergestellt ist. An die Phase der Genesung schließt sich die Phase des Wiederaufbaus der Kräfte an, damit ist keine Rehabilitation gemeint, die noch zur eigentlichen Krankheit gehört.
Rekonvaleszenz kann darin bestehen, dass der Genesene sich langsam wieder an normale Kost gewöhnt, ein gezieltes Trainingsprogramm durchführt, das die körperliche Belastung von kurzen Spaziergängen bis hin zu sportlicher Betätigung nach und nach steigert. Schließlich kann die Regeneration eine Phase der Motivation sein, in der Zuversicht und seelische Stabilität erarbeitet und erreicht werden. weiterlesen
|
18 Mrz |
Gesundheitsministerin beruhigt die Ärzte Aktuelles
|
Im ARD-Morgenmagazin von heute beruhigt die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt die Ärzteschaft nachhaltig.
“Kein Arzt weiß, was das 1. Quartal 2009 wirklich bringt. Da muss man erstmal abwarten, bevor man sich beschwert.”
Herrlich! Diese Aussage muss man sich als Arzt auf der Zunge zergehen lassen. Kein Arzt weiß, was er verdienen wird! Diese Feststellung soll die Gemüter beruhigen. Weiß Frau Schmidt eigentlich noch, was sie redet?
Zugegeben, die Aussage ist vollkommen zutreffend, aber gerade das ist ja eines der Probleme. Warum ist es nicht möglich, eine Honorarreform durchzuführen, die eine transparente Abrechnung zulässt. Aber nein, Umsatzzahlen lassen teilweise über ein halbes Jahr auf sich warten und sind überdies über Jahre noch nachträglich korrigierbar. Wie soll man da ein wirtschaftliches Unternehmen führen?
Von unserer Hausarzt-Praxis leben mehr als zwanzig Personen, und da soll es nach der undurchsichtigen Honorarreform eine Beruhigung sein, dass wir ja noch nicht wissen, was wir verdienen? Dabei glaube ich tatsächlich, dass es Frau Schmidt gar nicht so gemeint hat, weil das ja zynisch wäre. Aber wenn ihre Aussage nicht zynisch ist, dann ist sie unglaublich dumm.
|
15 Mrz |
Die Blutuntersuchung Teil 8 medizinisches Wissen für Jedermann
|
Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Tumormarker
Neben den in den vorangegangenen Teilen beschriebenen wichtigsten Blutwerten gibt es eine Menge weiterer Bestandteile, die im Blut untersucht werden können. Dabei stellt sich die Frage nach dem Sinn.
Vitamine, Mineralien und Spurenelemente
In dieser Gruppe gibt es eine unübersehbare Zahl von Elementen, Salzen und Molekülen, die untersucht werden könnten und können. Eine pauschale Suche nach einem Mangel dieser oder jener Art ist dabei wenig sinnvoll. Im Gegenteil sie ist verunsichernd. Grenzbereiche werden in dieser Gruppe über- oder unterschritten, ohne dass es eine Bedeutung hätte. Außerdem sind die Ergebnisse tageszeitlichen Schwankungen unterlegen, die kaum Rückschlüsse auf die wirkliche Bedeutung des Resultats zulassen. Einzig das gezielte Forschen nach einem Mangel oder einem Überschuss bei Verdacht auf eine bestimmte Krankheit erscheint mir als Hausarzt sinnvoll. Alles andere gliche der sogenannten Schrotschuss-Technik, die allein deswegen auf einen Treffer hoffen lässt, weil die Kugeln weit genug streuen. Solche Schüsse bringen in der Medizin meist nichts als Verunsicherung. weiterlesen
|
10 Mrz |
Die elektronische Gesundheitskarte Teil II Aktuelles
|
Nun ist es soweit:
Die Ärztekammer Nordrhein rät den Ärzten von der Anschaffung neuer Karten-Lesegeräte ab!
Die elektronische Gesundheitskarte berge zu viele Ungereimtheiten, heißt es in einer Mitteilung. Irgendwo scheint es also noch verantwortungsbewusste Menschen zu geben. Der Hausarzt in der Kleinstadt ist mit seiner Meinung nicht allein, das ist tröstlich. Hoffentlich nimmt sich die gesamte Ärzteschaft Deutschlands und ihre verschiedenen Organisationen ein Beispiel an dieser Empfehlung.
Die Folgen der Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte zu diesem Zeitpunkt wären nämlich unabsehbar. Absehbar wären einzig die chaotischen Zustände, was die sensiblen Informationen auf so einer eGK betrifft. Die Technik ist noch nicht bereit für einen praktikablen Datenschutz, der so dringend notwendig wäre, bevor man intime Informationen auf einem Chip speichert.
Näheres ist nachzulesen in meinem Artikel vom 27. 12. 2008 in diesem Blog.
|
6 Mrz |
Die Blutuntersuchung Teil 7 medizinisches Wissen für Jedermann
|
Der Blutzucker
Der Gehalt an Zucker im Blut wird in mg/dl (Milligramm pro Deziliter) gemessen. Der Normalwert liegt zwischen 80 – 110 mg/dl, wobei diese Werte durchaus auch beim Gesunden höher oder niedriger sein können. Der Blutzuckerwert ist abhängig vom Zeitpunkt und vom Gehalt einer Mahlzeit.
Das normale oder krankhafte Verhalten des Blutzuckerspiegels nach Nahrungsaufnahme wird mittels eines Zuckerbelastungstests überprüft. Bei dieser Untersuchung wird der Nüchternwert gemessen, danach trinkt der Patient eine Zuckerlösung, deren Qualität und Quantität genormt ist. Eine Stunde und zwei Stunden später werden die Blutzuckerwerte kontrolliert. In der ersten Stunde nach Nahrungsaufnahme darf der Wert auf bis zu 150 mg/dl steigen, sollte aber nach zwei Stunden wieder im hochnormalen Bereich abgesunken sein.
Für Einzelheiten zur Erkrankung des Zuckerstoffwechsels (Diabetes mellitus) verweise ich auf meinen Artikel Heilkraft der Bewegung 10 vom 23. Juli 2008. Im Folgeartikel der Serie Heilkraft der Bewegung 11 gehe ich auf die Entstehung des Alterzuckers näher ein und erkläre den Stoffwechsel der sogenannten Kohlenhydrate (Zucker + Stärke).
|
3 Mrz |
Dr. Kunze hört (nicht) auf 9 Kolumne des Monats
|
März 2009
Hausbesuch II
Mittags griff Hausarzt Dr. med. Anselm Kunze nach seinem Arztkoffer und verabschiedete sich von Christine. Seine beste Kraft blieb über Mittag in der Praxis, wie immer arbeitete sie die Vormittagssprechstunde nach. Lena, die Auszubildende, war dienstags in der Berufsschule. Dr. Kunzes Ehefrau war bereits zu Hause und kochte das Mittagessen. Frau Ballmer, die Halbtagskraft, musste pünktlich um zehn vor zwölf die Praxis verlassen. Ihre Tochter musste vom Kindergarten abgeholt werden.
Auf dem Parkplatz vor der Praxis traf der Hausarzt auf den Zahnarzt aus dem Nachbarhaus. Dr. Kunze fiel der Name nicht ein. Sein Gedächtnis! Immer wieder sein Gedächtnis! Er sollte sich wirklich um einen Praxisnachfolger kümmern. weiterlesen
|
1 Mrz |
Am 3. März fährt Dr. Kunze auf Hausbesuch Aktuelles
|
Längst zurück von der Fortbildung ist der Hausarzt wieder im Einsatz. In der März-Kolumne begleitet der Leser Herrn Dr. med. Anselm Kunze auf einen Hausbesuch. Patientin Heimfeld hat Rückenschmerzen - hausärztlicher Alltag und doch eine kleine, besondere Geschichte.
Lesen Sie selbst, was ein Hausbesuch mit einer Quiz-Sendung zu tun hat, mit Angst vor Hunden und einer fälligen Dauerwelle.




