|
29 Nov |
Einmal in die “Röhre” bitte Teil 3 Heute in der Sprechstunde
|
Das Kapitel „Bandscheibe“
Zu den Segnungen der heutigen Medizin gehört es, dass Bandscheibenvorfälle eindeutig im Kernspintomogramm erkannt werden können (auch Magnetresonanztomogramm=MRT genannt). In vielen Krankheitsfällen kommt es mittels dieser Untersuchung zu einer sicheren Diagnose.
Diese beiden einleitenden Sätze zum Thema Bandscheibe in der „Röhre“ schreien geradezu nach einem ABER. Hören Sie es auch? Es sind sogar zwei ABER, die in diesen ersten beiden Sätzen stecken. Ein Hausarzt hat damit tagtäglich zu tun. weiterlesen
|
25 Nov |
Einmal in die “Röhre” bitte Teil 2 Heute in der Sprechstunde
|
Über Computertomogramm (CT) und Kernspintomogramm (MRT)
Im 1. Teil dieses Artikels haben wir uns mit den technischen Details der oben genannten Untersuchungstechniken beschäftigt. Heute wollen wir die Frage beantworten:
Kann eine Untersuchungsmethode zu genau sein?
Dazu ein eindeutiges Ja! Gerade die Genauigkeit der Untersuchungsmethode birgt eine Gefahr. Genauigkeit oder Intensität der Diagnostik kann geradezu ein Manko der modernen Medizin sein.
Das bedeutet: Ist eine Untersuchung äußerst präzise, weist das Ergebnis auf die geringste Abweichung vom Normalen hin. Nur, was ist das Normale? weiterlesen
|
20 Nov |
Einmal in die “Röhre” bitte Teil 1 Heute in der Sprechstunde
|
Über Computertomogramm (CT) und Kernspintomogramm (MRT)
Gestern in der Sprechstunde hat mich ein Patient gefragt, ob es nicht die Möglichkeit gäbe, den gesamten Menschen einmal in der „Röhre“ zu untersuchen, also eine Art medizinischen Ganzkörperscan vorzunehmen. Dann könnte man doch ein für allemal klären, ob alles in Ordnung sei, quasi eine Vorsorgeuntersuchung höheren Ranges. Mit solchen und ähnlichen Vorschlägen wird man als Hausarzt häufig konfrontiert. Die “Röhre” als diagnostische Lösung für alles. Dabei ist den meisten Patienten nicht klar, was die “Röhre” überhaupt bedeutet, nur dass es darin eng und laut zugehen kann, wissen vor allem Menschen mit Engenangst. weiterlesen
|
14 Nov |
Was heißt eigentlich… IGeL? Aktuelles, der Online-Hausarzt
|
IGeL steht für „Individuelle Gesundheitsleistungen“.
Hinter dem wohlklingenden Kürzel mit der ebenso wohlklingenden Langversion verbirgt sich nichts anderes als die Möglichkeit für Ärzte, Kassenpatienten private Leistungen zu berechnen. Die offizielle Erklärung dafür lautet folgendermaßen:
Mit „Individuelle Gesundheitsleistungen“ sind Leistungen der Vorsorge- und Service-Medizin gemeint, die von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht bezahlt werden, da sie nicht zum Leistungskatalog der GKV gehören.
Solche Diagnose- und Behandlungsmethoden werden den Kassenpatienten zusätzlich angeboten und müssen bei Inanspruchnahme aus eigener Tasche bezahlt werden. weiterlesen
|
10 Nov |
Schwarzer Hautkrebs - Die gefährliche Zeit hat begonnen! Aktuelles
|
Der Titel ist natürlich ketzerisch. Gerade der Winter bringt uns weit weniger Kraft in der Sonneneinstrahlung als der Sommer. Trotzdem soll jetzt die gefährliche Zeit beginnen? Ja! Ich sage, diese Behauptung stimmt. Immermehr erweisen sich gerade die Zeiten eigentlich geringerer Sonneneinstrahlung als das Problem der modernen Zeit, was den schwarzen Hautkrebs betrifft. Holen wir ein wenig aus.
Hautkrebs-Vorsorge
Als Hausarzt hat man beinahe täglich Hautveränderungen zu prüfen, die Anlass zur Sorge geben. Meistens geht es um die Unterscheidung – normaler Leberfleck (Naevus) oder schwarzer Hautkrebs (Melanom). weiterlesen
|
6 Nov |
Patientenverfügung IV Patientenverfügung
|
Das Formular ist Nebensache
Im letzten Artikel wurde darauf eingegangen, welche Probleme im Zusammenhang mit einer Patientenverfügung zu bedenken sind, bevor wir uns Gedanken über das Formular machen. Hierbei geht es längst nicht nur um Fragen der Vernunft, sondern ebenso um Fragen des Gefühls. Das Fazit: Der Vordruck ist Nebensache! Die Hauptsache ist, zu wissen, was es für uns und andere bedeutet, die medizinische Hilfe für sich persönlich in einer bestimmten Lebensphase einzuschränken. Nur im Wissen darum wird eine Patientenverfügung sinnvoll und moralisch bindend. Gesetzlich ist sie es bisher nicht, das sollte auch so bleiben. weiterlesen
|
2 Nov |
Dr. Kunze hört (nicht) auf 5 Kolumne des Monats
|
November 2008
Die lieben Kleinen
„Mein Kind isst nur Pommes und Cornflakes.“
So begann Dr. Kunzes Lieblingsgespräch über Kinderernährung. Allerdings verkniff er sich längst die Nachfragen: Und wer gibt Ihrem Sohn Pommes und Cornflakes? Oder: Geht Ihr Dreijähriger schon selbst einkaufen?
Einmal hatte er in dieser Art geantwortet, eine ebenso endlose wie fruchtlose Diskussion war die Folge gewesen. Andererseits mochte sich der Hausarzt in seinem Alter nicht mehr verbiegen. Irgendwie musste er der Mutter klarmachen, dass nicht das Kind den Fehler machte, sondern sie selbst. Wahrscheinlich im Einklang mit dem Vater und den Großeltern. Das Kind holte lediglich das Bestmögliche aus jeder Mahlzeit heraus, das Bestmögliche nach seinem Geschmack.
„Und wann isst es Pommes und Cornflakes?“ weiterlesen




