Wann ist ein Blutdruck zu hoch? Teil 3
Im letzten und abschließenden Teil dieser spontanen Reihe über den Blutdruck sollen die Behandlungsmethoden besprochen werden.
Wenn tatsächlich ein Bluthochdruck festgestellt wurde und die Gründe dafür abgeklärt sind, haben Patient und Hausarzt eine wichtige und manchmal heikle Aufgabe: Der Blutdruck muss abgesenkt werden. Warum ein erhöhter Blutdruck behandelt werden muss, wird auf dieser Blogseite zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich besprochen werden.
Warum ist die Blutdrucksenkung eine heikle Aufgabe?
Weil die Behandlung des Bluthochdrucks zwei Therapeuten betrifft, die sich einig sein müssen (Patient und Arzt).
Weil zwei unterschiedliche Behandlungsansätze existieren, der nichtmedikamentöse und der medikamentöse.
Weil unter Umständen unterschiedliche Vorstellung darüber existieren, ob, wie und wie lange therapiert werden muss.
Vernünftigerweise sollte eine Blutdruckeinstellung, die kein akutes Eingreifen des Arztes erfordert, mit Geduld und Augenmaß geschehen. Es gibt unter Ärzten den Grundsatz: Eine gute Blutdruckeinstellung dauert ein Vierteljahr. Aber es gibt auch Ärzte (und Patienten), die nach einer Woche schon ungeduldig werden und die Behandlungsmethode verändern.
Unter 200: Bei andauernden Blutdrücken unter 200mmHg herrscht keine akute Gefahr, und es kann sicher zunächst mit einer Umstellung der Lebensumstände begonnen werden: Stressabbau, Ernährungsumstellung, Gewichtsabnahme, dosiertes körperliches Training, Kaffee- und Nikotinverzicht usw. Es wäre beispielsweise geradezu absurd, 500Meter mit dem Auto zu fahren, um sich die Blutdruckmedikamente aus der Apotheke zu holen.
Über 200: Bei dauerhaften Blutdruckwerten über 200 mmHg gelten all die vorbeschriebenen Behandlungsansätze in gleicher Weise. Hier wird aber der Hausarzt unterstützend medikamentös eingreifen, um den Kreislauf nicht zu sehr zu belasten. Die ungezählten Medikamente, die es gegen den Blutdruck auf dem Markt gibt, seien hier nicht erwähnt, lediglich einige Substanzklassen: ß-Blocker, Diuretika, ACE-Hemmer, Kalziumantagonisten, Sartane usw.
Grundsätzlich sollten folgende Devisen gelten:
1. Warum mit einem Medikament behandeln, wenn es auch anders geht?
2. Jedes Medikament ist chemisch hergestellt, auch ein naturheilkundliches.
3. Jede chemisch hergestellte Substanz ist ein Eingriff in die natürlichen Abläufe des menschlichen Körpers.
In diesem Zusammenhang sei auf die Serie Die Heilkraft der Bewegung hingewiesen, die sich mit diesem Thema ausführlich befasst und noch befassen wird.


August 7, 2008 














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