Die Heilkraft der Bewegung 07
Warum sollen wir uns bewegen? Teil 2 Das Herz
Das menschliche Herz ist ein Muskel beinahe wie jeder andere Muskel im Körper. Die Arbeit eines Muskels besteht aus dem Wechselspiel von Zusammenziehen und Erschlaffen.
Das Herz ist ein Hohlmuskel, also ein Muskel, der sich um einen Rauminhalt herum zusammenzieht und erschlafft, in diesem Fall gefüllt mit Blut. Das rhythmische Wechselspiel führt zu einem Pumpmechanismus, der wiederum dem Transport des Blutes dient. Die Transportrichtung wird durch die Herzklappen bestimmt, ihre Ventilfunktion lässt nur eine Flussrichtung für das Blut zu. Die Klappen selbst wiederum werden von speziellen Muskelfasern geöffnet und geschlossen.
Allein aus diesen Angaben ergeben sich mehrere trainierbare Bausteine der Herzfunktion und damit eine mögliche Verbesserung der Herzleistung durch Bewegung und Sport.
1. Training des Muskels selbst
2. Training der Herzklappenfunktion
3. Verbesserung des Rauminhalts
4. Ökonomisierung des Herzschlags
5. Sauerstoffzufuhr
zu 1) Jeder Muskel schätzt es, trainiert zu werden. Dadurch verbessern sich Kraft, Sauerstoffgehalt und Ausdauer.
zu 2) Das gleiche gilt für die Herzklappen und deren Muskelantrieb. Kräftige Muskeln, bewegliche Klappen sorgen für einwandfreie Funktion.
zu 3) Das Herz ist in der Lage seinen Rauminhalt den Bedürfnissen anzupassen. Ein Herz, dessen Besitzer den Bürostuhl am Tage mit dem Sofa am Abend vor dem Fernseher tauscht, wird nur wenige Schnapsgläser Blut pro Schlag transportieren. Ein Herz, dessen Besitzer regelmäßig Ausdauersport betreibt, vielleicht sogar Leistungs- oder Hochleistungssport, kann pro Schlag mehr als ein Wasserglas Blutmenge transportieren.
zu 4) Ein Herz, das pro Schlag mehr Blut transportieren kann, muss natürlich weniger oft schlagen. Ein Motor, der mit geringerer Umdrehung betrieben werden kann, wird länger leben.
zu 5) Ein Herz braucht für die eigene Leistung Sauerstoff. Diesen Sauerstoff erhält es nicht aus dem Blut, das es auf seinen Weg pumpt, sondern durch sogenannte „Privatadern“, in diesem Fall die Herzkranzgefäße. Sie laufen wie ein Kranz ums Herz und sorgen dafür, dass der Herzmuskel selbst genügend Sauerstoff erhält. Eine trainierte Ader wird natürlich besser transportieren können als eine untrainierte, die langsam vor sich hin verstopft.
Die Erfahrung zeigt, dass ein Herz besser mit Leistungen und Höchstleistungen leben kann als mit Unterforderung. Als trainierter Sportler in Wettkämpfen wieder und wieder im Ziel vor Erschöpfung zusammenzubrechen, ist weniger fordernd für das Herz, als ein bewegungsarmes Leben auf Stuhl, Sofa und im Bett.
Lesen Sie zum Thema Heilkraft der Bewegung auch die Liebesgeschichte von Paula und Thomas Aus der Wand


Juli 10, 2008 














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